Verrès

Verrès ist eine italienische Gemeinde mit 2696 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015) in der autonomen Region Aostatal. Während der Zeit des Faschismus trug der Ort den Namen Castel Verres.

Besonders erwähnenswert und bekannt ist der historische Karneval der Stadt.

Geographie:

Verrès liegt in einer Höhe von 391 m s.l.m. an der linken Seite der Dora Baltea, am Eingang zum Ayastal, wo der Wildbach Évançon bei Verrès in die Dora Baltea fließt. Die Gemeinde gehört der Unité des Communes valdôtaines Évançon an.

Nachbargemeinden:

Die Nachbargemeinden sind Arnad, Challand-Saint-Victor, Champdepraz, Issogneund Montjovet.

Verkehr:

Westlich des Ortes verläuft die Autostrada A5 mit der Anschlussstelle (Nr. 70) Verrès. Parallel dazu verläuft die Bahnstrecke Chivasso-Ivrea-Aosta, an welcher der Bahnhof Verrès liegt.

Klima:

Die Jahrestemperatur beträgt 11°C. Das Klima ist gemäßigt geprägt. Die Winter sind kalt und die Sommer warm.

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-4°C-2°C2°C5°C10°C13°C14°C14°C10°C6°C1°C-3°C

Geschichte:

Von den Salassern gegründet, war das alte Dorf Verrès den Römern durch seine vielfältigen kommerziellen Funktionen bekannt. Von ihnen stammt auch sein lateinischer Name „Vitricium“, der wohl auf eine ehemals vorhandene Glashütte zurückgeht.

Der Ort wird von einer imposanten Burg beherrscht, die auf einem Felsen am Eingang des Ayastales erbaut wurde. In der Zeit um 1390 von Yblet von Challant erbaut, ist die Burg ein gutes Beispiel einer feudalen Festung. Die gewaltige Struktur des enormen Steinwürfels (mit 30 m Seitenlänge) wird durch seine doppelten Bogenfenster in Kreuzform, Bogentüren, der riesigen Freitreppe und den kolossalen Kaminen charakterisiert.

Sehenswürdigkeiten:

Im Zentrum des Ortes befindet sich die Kollegiatskirche Saint-Gilles (it. Prevostura di Saint-Gilles, frz. Prévôté de Saint-Gilles), deren architektonischer Kern auf das Jahr 1000 zurückgeht und sich in perfekter Symmetrie zur Festung befindet. Von besonderem Interesse ist das in der Rückwand der antiken Kapelle von Yblet befindliche dreibogige Fenster. Es handelt sich hierbei um das bemerkenswerteste Steinfenster der gesamten gotischen Architektur des Aostatals. Daran angeschlossen liegt die auf den Grundfesten einer romanischen Kirche errichtete Pfarrkirche Hl. Ägidius (it. Sant’Egidio, frz. Saint Gilles).

Das auf das Jahr 1512 zurückgehende Landhaus Murasse wurde von der Familie Challant als Stall benutzt und besteht auf einer Seite aus einer mit Zinnen versehenen Mauer, dem sich lang streckenden niedrigen Stall mit heruntergesetzter Wölbung und dem Taubenschlag, Zeichen des Herrschaftshauses und Privileg des Adelsstandes.

Sport:

In Verrès startete 1997 die 15. Etappe des Giro d’Italia über 170 km nach Borgomanero.


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https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Panorama_Verrès.jpg/Patafisik