Torgiano

Torgiano ist eine Gemeinde mit 6725 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015) in der Provinz Perugia in der Region Umbrien in Italien.

Geographie:

Die Gemeinde erstreckt sich über ca. 38 km². Die Gemeinde liegt ca. 10 km südöstlich von Perugia am Zusammenfluss von Tiberund Chiascio. Sie ist Teil der Gemeinschaften Città dell’Olio, Cittàslow, I borghi più belli d’Italia (Die schönsten Orte Italiens) und der Comunità montana Trasimeno Media Tevere und liegt in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone D, 2014 GR/G. Im Ort wird die Rebsorte Canaiolo nero angebaut. Der Ortsname entstammt dem Turm Torre di Giano.

Ortsteile:

Zu den Ortsteilen (Frazioni) gehören Brufa (291 Höhenmeter, ca. 600 Einwohner, früher auch als Castel Grifone bekannt) und Pontenuovo.

Nachbargemeinden:

Die Nachbargemeinden sind Bastia Umbra, Bettona, Deruta und Perugia.

Klima:

Das Klima ist ein gemäßigtes Klima mit mediterranen Einflüssen.

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9°C11°C15°C18°C23°C28°C31°C31°C25°C20°C14°C9°C
2°C2°C4°C6°C11°C15°C17°C18°C14°C11°C6°C3°C

Geschichte:

Der Ort entstand 1276 infolge eines Beschlusses der Stadt Perugia vom 9. März 1274 als Castrum Torscianus über einem älteren Ort, der damals als Giano oder Torre di Giano bekannt war und 595 durch Agilulf zerstört wurde. Zu dieser Zeit entstanden auch das Castello di Brufa und der dazugehörige Ortsteil sowie die von Fra Bevignateerrichtete Brücke Ponte Nuovo. Von 1426 datieren eigene Statuten. Im Jahr 1500 wurde der Ort von Cesare Borgia, dem Duca del Valentino, eingenommen. 1540 brach der Salzkrieg (Guerra del Sale) zwischen dem Kirchenstaat und Perugia um die vom Papst Paul III. eingesetzte Salzsteuer aus, dem der Ort trotz der geografischen Nähe entging. Ab dem 17. Jahrhundert herrschten im Ort die Familien der Baglioni, der Graziani und der Ansidei.

Sehenswürdigkeiten:

  • Castello di Brufa, Burgruine in Ortsteil Brufa
  • Chiesa di San Bartolomeo, Kirche aus dem 18. Jahrhundert. Die Apsiswurde von Ascanio Guglielmo di Panicale und Olimpio Colli 1937 gestaltet
  • Chiesa di Sant’Ermete im Ortsteil Brufa, Kirche mit Grabstätte des Giovanni Andrea Bontempi
  • Chiesa di Santa Maria dell’Olivello, Kirche, die um 1565 erbaut wurde und 1764 restauriert wurde. Enthält ein Fresko aus dem 18. Jahrhundert (Madonna col Bambino e i Santi Giuseppe e Giovanni)
  • Chiesa della Santa Croce, Kirche außerhalb des Ortskerns, die im 18. Jahrhundert über einer älteren Kirche (ca. 11. Jahrhundert) errichtet wurde
  • Das Ölbaum- und Olivenölmuseum
  • Oratorio di Sant’Antonio Abate, Oratorium aus dem 16. Jahrhundert. Enthält Werke aus dem Umfeld von Domenico Alfani
  • Oratorio della Misericordia, bereits 1587 existierendes Oratorium mit demCampanile 1834 fertiggestellten Glockenturm, der heute das Ortsbild prägt
  • Palazzo Graziani Baglioni, Gebäude aus dem 16. Jahrhundert, beherbergt seit 1974 das Weinmuseum
  • Parco dei Mulini / Parco dei Fiumi, Mühlen- und Flusspark am Zusammenfluss von Chiascio und Tiber
  • Santa Maria nel Castello, Kirche aus dem (ca.) 15. Jahrhundert mit Fresken auf der Fassade
  • Torre Baglioni, kurz außerhalb der Stadtmauern stehender Turm aus dem 13. Jahrhundert, der heute neben dem Campanile das Ortsbild prägt

 

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