Nago-Torbole

Torbole und der Monte Brione (© Pixabay-License / Peggy und Marco Lachmann-Anke)

Nago-Torbole (deutsch: Naag-Turbel) oder kurz nach dem Hauptort Torbole ist eine Gemeinde mit 2810 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) in der Provinz Trient in Italien. Der Ort Torbole stellt ein beliebtes Sportziel für Windsurfer dar. Er ist weltbekannt und gilt als absolutes Eldorado für Wassersport-Begeisterte. Der Ort wirkt jung und weist ein eigenes Flair auf, gestört wird das Stadtbild nur durch die vielbefahrene Durchgangsstraße. Die umliegenden Berge stellen eigenen Ausflugsziele dar.

(© Pixabay-License / Michael Kleinsasser)


 Geographie:

Blick auf Torbole und Mündung der Sarca (© Pixabay-License / meineresterampe)

Der Ortsteil Torbole liegt am östlichen Nordufer des Gardasees und wird durch den Monte Brione von Riva del Garda getrennt. Die Entfernung zu Riva beträgt 4 km und ist durch einen Straßentunnel durch den Monte Brione erreichbar. Der Monte Brione ist mit 374 m ein markanter Berg inmitten des Sarca-Tales und liegt direkt am Ufer des Gardasees. Die Torbole zugewandte Flanke fällt senkrecht ab. Der höchste Punkt der Gemeinde ist der Gipfel des Monte Altissimo (2079 m s.l.m.). Der Ortsteil Nago liegt oberhalb von Torbole und stellt ein kleines Bergdorf dar. Temptesta stellt ein bewaldetes Kap an der Uferstraße nach Malcesine.

Monte Brione (© Pixabay-License / Tommy_Rau)

Ortsteile:

(© Pixabay-License / Michael Kleinsasser)

Die Gemeinde Nago-Torbole besteht aus drei Orten:

  • Torbole liegt am nördlichen Teil des Gardasees, direkt an der KüstenstraßeGardesana Orientale. Der Ort selbst liegt 68 m über dem Meeresspiegel. Hier mündet die Sarca in den Gardasee, die diesen als Mincio bei Peschiera del Garda wieder verlässt.
  • Nago befindet sich oberhalb von Torbole auf über 200 Metern. Hier befindet sich eine ehemalige Zitadelle am Fuße des Castel Penede.
  • Tempesta besteht lediglich aus einigen Häusern am Ostufer des Gardasees südlich von Torbole. Südlich von Tempesta bildet die Gemeindegrenze gleichzeitig die Grenze zur Provinz Verona (Venetien).

Nachbargemeinden:

Die Nachbargemeinden sind: Arco, Riva del Garda, Mori, Molina di Ledro, Brentonicound Malcesine (VR).

Blick vom Monte Baldo auf das Nordufer des Gardasees (© Pixabay-License / Tommy_Rau)


Klima:

Torbole liegt am Ufer des Gardasees und wird daher von dessen Klima beeinflusst. Der See ist für sein mildes Klima bekannt, daher sind die Winter für das Trentino enorm mild und warm. Frost ist recht selten. Die Sommer sind heiß und werden von den Brisen des Sees angenehm gemildert. Die Niederschläge sind ganzjährig hoch und erreichen ihren Höhepunkt im Spätfrühling, Frühsommer und Herbst. Der Sommer ist von heftigen Gewittern geprägt.

1981-2010:

Winde:

Die Hauptwinde am nördlichen See sind der Ora und der Pelér. Der Ora ist ein Südwind, der in der Mittagszeit beginnt und bis in die frühen Abendstunden weht. Der Pelér, der auch unter dem Namen Vento (ital. für Wind) bekannt ist, ist ein Nordwind, der in der zweiten Nachthälfte beginnt und bis zum Vormittag anhält. Wegen dieser Winde ist der nördliche Gardasee zwischen Torbole und Malcesine bei Seglern und Surfern sehr beliebt.


Tourismus und Sport:

Wie auch das umliegende Gebiet ist Torbole ein beliebtes Tourismus-Ziel. Vor allem beiWindsurfern ist der Ort aufgrund der konstanten Winde sehr beliebt. Darüber hinaus bieten die umgebenden Gardaseeberge unzählige Möglichkeiten für Mountainbiketouren sowie Wander- und Kletterrouten.

Natur:

  • Corno di Bó: die 200 m² große Felsplatte liegt südlich von Torbole und ist durch ihre steile Schräglage bekannt. Hier kommen viele Kletterfans her. In der Wand sollen Abdrücke von Dinosauriern erhalten sein. Hinter der Kante der Corno di Bó erhebt sich ein Felsen senkrecht über den See, dieser stellt ein beliebtes Fotomotiv dar. Von dort aus kann man in den See springen.
  • Marmitte dei Giganti: Seitlich und unterhalb der Straße nach Nago liegt der „Topf der Riesen“. Ein Fußweg führt zur Felsformation. Diese entstand in der Würm-Eiszeit und stellt kreisrunde Vertiefungen dar. Diese wurden von Eis und Wasserfälle gebildet.
  • Palestra di Roccia: die aufsteigende Wand ist ein beliebter Kletterfelsen im Umkreis von Torbole. Oberhalb der Wand liegt ein Parkplatz mit Aussichtsplattform.

(© Pixabay-License / moerschy)


Sehenswürdigkeiten:

  • Castel Penede
  • Naturpark um den Monte Baldo
  • Zollhäuschen – Auf einer Mole im Hafenbecken steht ein kleines Zollhaus aus der Zeit der k.u.k.-Monarchie, da bis zum 1. Weltkrieg die Grenze zwischen Italien und Österreich hier verlief. Die Ursprünge des Häuschens liegen vermutlich noch weiter zurück, da ein Relief an der Außenmauer an die venezianische Zeit erinnert. In den Sommermonaten wird das Zollhaus zum Teil als Bar genutzt. Es befindet sich heute im Privatbesitz der Familie Tonelli.
  • Gedenktafel in Torbole, die an Johann Wolfgang von Goethes Besuch am Gardasee erinnert
  • Großes Wandgemälde an der Fassade der „Casa Beust“ in Torbole am Gardasee: Der heilige Antonio spricht mit den Fischen von Hans Lietzmann.

Chiesa di Sant’Andrea mit Felswänden des Monte Brione (© Pixabay-License / Peggy und Marco Lachmann-Anke)