Supramonte

Der Supramonte ist ein Berg in der Gebirgslandschaft Barbagia und ist nach dem Gennargentu das zweithöchste Gebirge der sardischen Insel. Der aus mesozoischem Kalkstein bestehende Bergrücken erstreckt sich an der mittleren Ostküste Sardiniens in einer ausladenden Hochebene. Politisch gesehen liegt der Berg in den Gemeindegebieten von Oliena, Orgosolo, Dorgali und Urzulei. Die durchschnittliche Gipfelhöhe liegt bei 900 m, während die höchste Erhebung 1463 m (Monte Corrasi) erreicht. Der Sattel zum benachbarten Punta sos Nidos (1349 m) weist eine Herberge auf, sowie einem Zeltplatz im größten Steineichenwald Sardiniens.

Landschaft:

Die Landschaft ist stark zergliedert. Hier findet man enge Schluchten, imposante Kalkgipfel, weite Plateaus, tiefe Dolinen, sowie versteckten Klammen. Aufgrund des porösen und zerklüfteten Kalksteins wurde von Niederschlägen und Winden so stark erodiert, dass diese unterirdische Seen entstehen haben lassen, da der durchlöcherte Kalkstein den Regen durchlässt. Teile des versickerten Wasser treten in der Karstquelle Su Golgogone wieder zutage. Eine weiter Natursehenswürdigkeit ist die Schlucht Gola Gorroppu, eine Klamm, die als eine der größten Europas gilt.