Sorano

Sorano ist eine kleine mittelalterliche Stadt der Provinz Grosseto in der südlichen Toskana. Sorano liegt in der Hochmaremma und liegt wie Pitigliano oder Castell’Azzara auf einem Tuffsteinfelsen.

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Geographie:

Sorano liegt im Süden der Toskana und gehört zum äußersten Osten der Hochmaremma. Die Stadt liegt an einem Hang eines Tuffsteinhügels und erhebt sich über dem Fluss Lente, der dort von den kleineren Bächen Cercone und Castelsereno gespeist wird. Sorano zählt wie Pitigliano und Castell’Azzara zu den Città del Tufo (Tuffsteinstädte). Der Hauptort liegt auf 379 m ü. NN. Pianetto di Sovana liegt auf 270 m ü. NN, dies stellt die niedrigste Fraktion von Sorano dar. Der Weiler Montevitozzo liegt auf 926 m ü. NN und stellt den höchsten Ortsteil dar. Die Landschaft des Stadt- und Gemeindegebiets wird von Tuffsteinfelsen, Hügeln und kleineren Becken geprägt, die von schmalen Flusstälern durchschnitten werden.

Lage:

Im Osten grenzt Sorano an die Region Latium. Die Entfernung zur Provinzhauptstadt Grosseto beträgt etwa 80 km. Nach Rom sind es etwa 150 km, Siena ist etwa 100 km und Florenz etwa 180 km entfernt.

Ortsteile:

Castell’Ottieri, Cerreto, Elmo, Montebuono, Montevitozzo, Montorio, San Giovanni delle Contee, San Quirico, San Valentino und Sovana.

Nachbargemeinden:

Nachbargemeinden sind Acquapendente (VT), Castell’Azzara, Latera (VT), Manciano, Onano (VT), Pitigliano, Proceno (VT) und Semproniano.


Klima:

Das Stadtgebiet von Sorano weist je nach Höhe und Exposition ein unterschiedliches Mikroklima auf. Grundsätzlich sind die Wintertemperaturen recht niedrig und können kalt werden. Die Sommer weisen hohe Tagestemperaturen auf, während die Nächte recht kühl sind. Aufgrund der Höhenlage, den hohen Temperaturunterschieden und den hohen Sommerniederschlags, herrscht in Sorano ein feuchtes Kontinentalklima der Hochmaremma.

1961-1990:

Die Wetterstation Sorano-Pratolungo liegt einige Kilometer nördlich der Stadt im Ortsteil Pratolungo, westlich von San Valentino, auf 374 m ü. NN.


Geschichte:

Bereits zur Bronzezeit war das Felsplateau von Sorano besiedelt. Die Etrusker waren die ersten festen Bewohner der Stadt, allerdings ist der etruskische Name der Stadt nicht überliefert. Der heutige Name leitet sich wahrscheinlich vom lateinischen Namen der etruskischen Gottheit Pater Soranus her. Zur Zeit der Römer wurde die Stadt durch das Municipium von Sovana verwaltet.

Im Mittelalter war die Stadt im 8. Jh. langobardischer Herrschaft. 862 ging der Besitz and die Grafen Albobrandeschi über. Diese wurden 1312 von dem Geschlecht der Orsini abgelöst. Seit 1604 gehörte Savona den Herrschaftsgebiet der Medici an. 1737 übernahm das Haus Habsburg-Lothringen die Herrschaft.

Die Stadt ist von der Erosion des Tuffsteins bedroht, der auch die Bausubstanz der Stadt betraf. Allmählich geht der Niedergang der Stadt einher. Jedoch wurde in den letzen Jahren die Stadt wieder als Touristenziel aufgewertet.


Sehenswürdigkeiten:

  • Die Kirche Collegiata di San Niccolò wurde bereits 1276 erwähnt.
  • Der Ort verfügt über zwei mittelalterliche Befestigungsanlagen, die Fortezza Orsini und den Masso Leopoldino.
  • Der zur Fortezza Orsini gehörende Orsinipark ist nur noch teilweise erhalten, einige Skulpturen und die Reste eines Brunnens sind noch sichtbar.
  • Der Palazzo Comitale ist ein gut erhaltener Renaissancepalast, der den Orsini als Residenz diente.
  • Die Porta dei Merli ist ein Stadttor, das früher mit einer Zugbrücke ausgestattet war und mit Wappen verziert ist.
  • Außerhalb der Stadt gibt es eine Reihe von Höhlen zu sehen, die von den Etruskern und Römern genutzt wurden. Am bekanntesten dabei ist die Nekropole von San Rocco.
  • Ebenfalls außerhalb der Stadt befinden sich mehrere Vie Cave, Wegsysteme der Etrusker, die in den Tuffstein gegraben wurden.

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