Schenna

Schenna  (italienisch Scena) ist eine Gemeinde mit 2927 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015) in Südtirol (Italien). Sie liegt etwa drei km nordöstlich von Meran und etwa 25 km nordwestlich von Bozen.

Geographie:

Die Gemeinde erstreckt sich über eine Fläche von 48 km² und reicht von der Stadtgrenze Merans (360 m) bis zu den Gipfeln der Sarntaler Alpen, dem Hirzer (2781 m) und dem Ifinger (2581 m). Neben dem Ortskern (600 m) umfasst die Gemeinde weitere sechs Ortsteile (Verdins, St. Georgen, Schennaberg, Videgg, Unter- und Obertall), die von 716 m bis 1536 m reichen

Klima:

Das Meraner Becken liegt klimatisch außerordentlich begünstigt. Der Klimavorzug gilt vor allem für die südwest-geneigten Hänge, die dadurch den höchsten Besonnungsgrad erreichen. Auf die Süd-West-Lage Schennas am Hang unterhalb des Ifinger- und Hirzermassivs trifft die Klimabezeichnung „sonnig und warm“ in besonderer Weise zu. Die statistisch ermittelte relative Sonnenscheindauer ergibt im Jahresdurchschnitt 66 Prozent. Für den Monat Dezember weist die Klimastatistik durchschnittlich 97 Sonnenstunden auf. Im März scheint die Sonne 175 Stunden, im Juni 235 und im September 195 Stunden. Dies ergibt rund 2.200 Sonnenstunden im Jahr.

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7°C10°C15°C20°C24°C28°C30°C29°C24°C18°C11°C6°C
-3°C-2°C2°C5°C10°C13°C15°C15°C11°C7°C1°C-2°C

Geschichte:

Bereits im 12. Jahrhundert taucht der Name Schenna das erste Mal urkundlich auf und kommt wahrscheinlich vom lateinischen Wort „scaene“ (bühnenartiger Aufbau). Münzfunde lassen darauf schließen, dass die Gegend rund um Schenna bereits in der Römerzeit besiedelt wurde. Im 14. Jahrhundert erteilte Landesfürst Ludwig von Brandenburg dem Adeligen Petermann von Schenna die Erlaubnis, auf dem Hügel von Schenna eine Burg zu errichten. Heute zählt Schloss Schenna zu den bekanntesten und beliebtesten Sehenswürdigkeiten Schennas.

Die Gemeinde gehörte bis zum Ende des Ersten Weltkriegs zum Gerichtsbezirk Meran und war Teil des Bezirks Meran.

Sehenswürdigkeiten:

Schloss Schenna:

Schloss Schenna wurde um 1350 von Petermann von Schenna erbaut. 1845 von Erzherzog Johann von Österreich erworben, ist es heute noch im Besitz seiner Nachkommen, der Grafen von Meran, die es auch bewohnen und bewirtschaften. Kunst, Kultur und Geschichte Tirols zeigen sich in Sammlungen mit Waffen und Möbeln aus acht Jahrhunderten, in Gemälden großer Künstler und in Portraits bedeutender Habsburger. Bemerkenswert sind Erinnerungsstücke an Erzherzog Johann, die von ihm stammende Andreas-Hofer-Sammlung und ein Fayenceofen im Renaissance-Rittersaal.

Weitere Sehenswürdigkeiten:

  • Mausoleum
  • Alte Pfarrkirche Maria Himmelfahrt
  • St. Georg
  • Neue Pfarrkirche
  • St. Martins-Kirche

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