Sarntal

Das Sarntal (italienisch Val Sarentino) ist ein etwa 45 km langes Tal in Südtirol (Italien). Durchflossen wird es in Nord-Süd-Richtung von der Talfer. Das nördliche Ende des Sarntals befindet sich am Penser Joch (2211 m), im Süden geht es im Bozner Talkessel (260 m) auf, in dem sich ansonsten noch Etsch- und Eisacktal vereinigen. Es ist zur Gänze von den Sarntaler Alpen umschlossen.

Geographie:

In seiner nördlichen Hälfte beschreibt das Sarntal ab dem Penser Joch einen leichten Bogen nach Westen zwischen dem Sarner Westkamm und Mittelkamm. In diesem auchPenser Tal genannten Abschnitt befinden sich von Norden nach Süden die OrtschaftenPens, Weißenbach und Aberstückl.

Bei Astfeld mündet das von Nordosten hinzukommende Durnholzer Tal in das Sarntal. Etwas der Talfer abwärts befinden sich mit Nordheim und dem Gemeindehauptort Sarnthein die bedeutendsten dörflichen Siedlungen.

Nahtstelle zwischen Etschtal und Sarntal:

Südlich von Bundschen verengt sich das Sarntal zur Sarner Schlucht, die kurz vor dem Bozner Talkessel endet.

Politische Gliederung:

Administrativ gehört das Sarntal größtenteils zur gleichnamigen Gemeinde Sarntal. Im Süden im Bereich der Sarner Schlucht verteilt es sich auf die Gemeinden Ritten, Jenesien und Bozen.

Geologie:

Der unterschiedliche Charakter des Sarntals in seinem Verlauf – im Norden von sanften Geländeformen dominiert und deutlich aufgeweitet, im Süden zu einer Schlucht verengt – lässt sich anhand der geologischen Gegebenheiten erklären. Nördlich von Bundschen dominieren rasch verwitternde Quarzphyllite, die die Entstehung eines breiten Tals begünstigten; falls dort Hangversteilungen auftreten, so ist dies auf das gelegentliche Auftreten gegenüber der Verwitterung widerstandsfähigerer Gesteinsarten zurückzuführen. Im Süden hingegen breiten sich die harten Bozner-Quarzporphyr-Platten des Tschögglbergs im Westen und des Ritten im Osten aus, zwischen denen sich die Talfer eine tiefe Schlucht graben musste.

Klima:

Was das Klima anbelangt, so ist das Sarntal, das von etwa 800 m Meereshöhe (bei Halbweg) allmählich bis auf etwa 1700 m ansteigt, eine eher raue Gegend. Es ist den kalten, trockenen Nordwinden ausgesetzt und zudem wird das Tal im Süden durch die massige Porphyrplatte gegen das milde Klima des Bozner Talbeckens abgeriegelt. Dieses eher raue Klima schafft wenig günstige Voraussetzungen für die Landwirtschaft, dafür aber um so besser für den Fremdenverkehr, da das Sarntal im Sommer wegen dieser Lage immer angenehm frisch und kühl ist.

Die Niederschläge im Sarntal sind reichlich, doch verteilen sich diese nicht gleichmäßig auf das das ganze Jahr. Da das Tal am mitteleuropäischen Klima (mit staken Sommerregen) Anteil hat, aber auch die regenbringenden Süd- und Südostwinde auf die Niedrschlagsverteilung des Jahres bestimmend einwirken, lässt sich durchwegs ein Hochsommer-Maximum und ein Herbst-Nebenmaixmum der Niederschläge feststellen. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge für den Hauptort Sarnthein beträgt 890 mm im Jahr. Die Niederschlagsmenge steigt mit der Seehöhe von Süd nach Nord, aber auch mit der Meereshöhe beiderseits der Täler.

Sonnenstunden:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
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Klimastationen:

Sarnthein:

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2°C5°C10°C14°C18°C22°C24°C24°C19°C13°C7°C3°C
-5°C-4°C-1°C3°C7°C10°C12°C12°C8°C5°C0°C-3°C

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