Provinz Prato

Die Provinz Prato (italien. Provincia di Prato) ist eine italienischeProvinz der Region Toskana. Hauptstadt ist Prato. Sie hat 253.123 Einwohner (Stand 31. Dezember 2015) in sieben Gemeinden auf einer Fläche von 365 km².


 

Geographie:

Lage:

Die Provinz, die 1992 aus der Provinz Florenz (heuteMetropolitanstadt Florenz) ausgegliedert wurde, grenzt im Norden an die Region Emilia-Romagna (Metropolitanstadt Bologna), im Osten und Süden an die Provinz Florenz und im Westen an die Provinz Pistoia.

Landschaft:

Die Provinz liegt größtenteils in der Nordtoskanischen Ebene. Richtung Norden geht die Ebene in Hügelland und schließlich in den Apennin über.

Klima:

Das Klima in der Provinz wird vom mediterranen Klima beeinflusst. Die Winter sind kühl und die Sommer sind heiß. Die Region liegt im gemäßigten Klimabereich.

Sonnenstunden:

Jan.
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Aug.
Sep.
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Nov.
Dez.
4 h5 h5 h7 h10 h10 h11 h10 h7 h6 h3 h3 h

Klimatabellen:

Prato:

Jan.
Feb.
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Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
10°C11°C15°C19°C24°C28°C31°C31°C27°C21°C15°C11°C
2°C3°C5°C9°C13°C16°C18°C18°C16°C12°C7°C3°C

Cottede:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
5°C6°C10°C15°C20°C22°C26°C26°C22°C16°C10°C6°C
-1°C-1°C2°C5°C10°C12°C15°C15°C12°C8°C4°C1°C

 

Gemeinden:
Gemeinde Einwohner
Prato 191.268
Montemurlo 18.426
Carmignano 14.345
Poggio a Caiano 10.019
Vaiano 9.913
Vernio 6.118
Cantagallo 3.156

 

Kulturelle Zentren:

Prato:

Ungewöhnlich an der Industriestadt ist der Stilmix mittelalterlicher und moderner Bauten.

Prato besitzt einen historischen Stadtkern in erhaltenen Mauerring. Besonders sehenswert:

  • Dom aus dem 13. Jahrhundert mit schönen Steinmetzarbeiten
  • Kirche Santa Maria delle Carceri, interessantes Beispiel der Hochrenaissance
  • Staufische Kaiserburg aus dem 13. Jahrhundert, die einzige in Mittelitalien

Prato mit seiner gewagten Mischung aus mittelalterlichen Bauten und moderne Architektur könnte nicht gegensätzlich sein. In der Metropole der Textilfabrikanten, heute eine der reichsten Städte der Toskana, siedelten sch schon im Mittelalter Wollweber an. Der historische Ortskern ist noch von einer mittelalterlichen Stadtmauer umgeben. Die Stadt liegt in der Nordtoskanischen Ebene.

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Carmignano:

Ist ein Ort und liegt im gleichnamigen Weinbaugebiet. Im östlichen Gemeindegebiet fließt der Fluss Ombrone Pistoiese. Besonders sehenswert:

  • Villa Medici von Artimino
  • San Michele (Comeana), im 14. Jahrhundert begonnen, einfache Fassade mit geschwungenem Giebel, daneben ein Glockenturm von 1812
  • San Lorenzo (Montalbiolo), Hochaltar mit Madonna, Christuskind und Heiligen, um 1670, Simone Pignonizugeschrieben
  • SS. Michele e Francesco

Der Legende nach erhielt der Heilige Franziskus im Jahr 1211, als er sich zum Predigen in der Gegend von Carmignano aufhielt, von der Gemeinde ein Stück Land. An diesem Platz außerhalb der Stadtbefestigungen errichtete sein Mitbruder Bernhard von Quintavalle einen Konvent und ein Oratorium. In der Folgezeit wuchs die Stadt an und die Kirche wurde eingemeindet und in eine Pfarrkirche umgewandelt. Sie beherbergt ein Gemälde von Jacopo Pontormo, das als „Heimsuchung“ bezeichnet wird und um 1528 entstand.

Poggio a Caiano:

Hier ließ sich Lorenzo il Magnifico ab 1485 von Giuliano da Sangallo die prächtige Villa Medicierrichten, die heute der Öffentlichkeit zugänglich ist.

Montemurlo:

Die Stadt Montemurlo ist etwa 25 Kilometer nordwestlich der Regionalhauptstadt Florenz und 8 Kilometer nordwestlich der Provinzhauptstadt Prato entfernt. Besonders sehenswert:

  • Pieve di San Giovanni Decollato, Pieve aus dem 11. Jahrhundert mit Werken von Matteo Rosselli, Francesco Granacci und Jan van der Straet (Giovanni Stradano).
  • Oratorio di San Girolamo e Santa Maria Maddalena de’ Pazzi, enthält Fresken des Jan van der Straet.

 

Artimino:

Hier liegt eine alte Villa die sehr sehenswert ist.

Vaiano:

Besonders sehenswert:

Badia di San Salvatore, Abtei aus dem 9. oder 10. Jahrhundert, das ab dem 11. Jahrhundert zu denVallombrosanern gehörte. Enthält von Giovanni Maria Butteri das Werk Madonna con Bambino fra i santi Andrea, Giovannino e Lorenzo (1586 entstanden) und von Orazio Fidani das Werk Vergine col Bambino e san Francesco.

Vernio:

Die Stadt liegt in der Nähe eines Flusses an dem ein römisches Winterlager errichtet wurde (castra Hiberna, daher der Name Vernio). Aus dieser Zeit stammt eine römische Brücke im heutigen Stadtteil Mercatale-San Quirico, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Im 12. Jahrhundert wurde das Lehen an die lombardische Adelsfamilie Cadolingi erteilt. Im Jahr 1164 gab Kaiser Friedrich Barbarossa die Stadt an Graf Alberto Bardi, und damit an die florentinische Bankiersfamilie Bardi. Nach dem Wiener Kongress gehörte die Stadt zum Großherzogtum Toskana.


 

Naturlandschaften und -monumente:

Area naturale protetta di interesse locale del Monteferrato:

Naturschutzgebiet mit besondere Fauna. Im Schutzgebiet liegen Hügelländer und gehört zu den Gemeinden Prato, Montemurlo und Vaiano.

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Weitere Naturlandschaften:

  • Calvana
  • Monte Casciaio
  • Montalbano
  • Monte della Scoperta
  • Val di Bisenzio
  • Lago di Tavianella

 

Florenz liegt in der Nordtoskanischen Ebene

Florenz liegt in der Nordtoskanischen Ebene