Perugia

Perugia ist die Hauptstadt der Region Umbrien. Auf eine Höhenzug zwischen Tibertal und dem Trasimenischen See gelegen, besaß die Stadt schon in etruskischer Zeit große Bedeutung und ist heute eine moderne Universitätsstadt. Von der historischen Bedeutung künden auch die vielen kostbaren Bauten, die der Altstadt von Perugia mit ihren engen, häufig überdachten Gassen und den eindrucksvollen Plätzen ihr ganz spezielles Flair geben. Den Kern der Altstadt bildet die Piazza IV Novembre mit dem Palazzo dei Priori. Hier fließen schon seit dem Jahr 1278 die Wasser der Fontana Maggiore.  Perugia ist die Hauptstadt der Region Umbrien in Italien und der Provinz Perugia. Sie hat 162.986 Einwohner (Stand 31. Dezember 2012).

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Geschichte:

Perugia wurde ursprünglich von den Etruskern auf einem markanten Hügel (493 m) über der Ebene gegründet, ihr antiker Name istPerusia. Sie gehörte zu den zwölf mächtigsten etruskischen Städten und zum Zwölfstädtebund. Im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Italienisch konnte die Stadt als Perugia bezeichnet werden, aber auch – in Aussprache und Lautstandsvarianten – als Perogia, Perusa oder Perosa. Im Mittelalter war die Stadt lange Zeit eine treue Verbündete Roms gegen den Kaiser. 1198 löste sich Perugia auch offiziell von der kaiserlichen Autorität, indem sie sich unter den Schutz des PapstesInnozenz III. stellte. Beherrscht wurde sie von guelfischen Kaufleuten, die sie zu dem einzigen bedeutenden umbrischen Handelszentrum machten, ähnlich den toskanischen Stadtstaaten. Der Höhepunkt dieser Entwicklung war im 13. Jahrhundert. Die guelfische Ausrichtung der Stadt bedeutete aber nicht, dass es zu keinen Schwierigkeiten mit dem angeblich beschützendenKirchenstaat gekommen wäre. Um 1500, also in der Zeit der ersten Hochblüte humanistischer Geschichtsforschung, rechneten die Historiker z.B. Perugia den toskanischen Städten zu, wie aus der Chronik des Matarazzo hervorgeht. Schon 1354, zur Zeit des Kardinals Albornoz, war Spoleto endgültig dem Kirchenstaat einverleibt worden, 1439 folgten Foligno, 1450 Orvieto, zu Beginn des 16. Jahrhunderts sind dann die anderen Städte Umbriens denselben Weg gegangen, zuletzt Perugia 1540. Im sogenannten „Salzkrieg“ unterlagen dann die Peruginer 1540 Papst Paul III. Sie hatten sich geweigert, eine neue Salzsteuer zu akzeptieren, und der Papst handelte drastisch. Innerhalb kürzester Zeit – von 1540 bis 1543 – ließ er, um die Stadt endgültig unter Kontrolle zu halten, eine Festungsanlage auf dem Colle Landone durch Antonio da Sangallo erstellen, die nach ihrem Erbauer Rocca Paolina genannt wird. Mehr als drei Jahrhunderte lang blieb Perugia dem Kirchenstaat unterworfen. Das geistige Leben erstarrte in Akademien. Zweimal wurde die Herrschaft der Kirche unterbrochen: 1798/99 nach dem Einmarsch französischer Truppen und 1809–1814 nach einem Jahrzehnt der kirchlichen Restauration als Teil des napoleonischen Kaiserreiches. Die Aufstände von 1831 und 1848 wurden von der Kirche niedergeschlagen. Am 14. September 1860 marschierten Piemonteser Truppen in Perugia ein. Umbrien wurde dem neuen italienischen Staat eingegliedert  Vor einigen Jahren wurden diejenigen Stadtteile, die nach dem Sieg des Papstes verschüttet worden waren, wieder freigelegt und bilden heute am Berghang eine etwas unheimlich wirkende eigene Stadt unter der oberen, „offiziellen“ Stadt, in der Rolltreppen, Geschäfte und Ähnliches untergebracht sind, ähnlich wie bei U-Bahn-Anlagen.

Sehenswürdigkeiten:

Neben den eher uninteressanten Neubaugebieten in der Ebene bietet die auf dem Berg liegende Altstadt viele enge Gassen mit Flair und zahlreiche interessante Kulturdenkmäler, darunter den Arco Etrusco, ein Bogenbauwerk aus dem 3. Jahrhundert v. Chr., die mittelalterliche Fontana Maggiore, die den Peruginern als der schönste Brunnen der Welt gilt, und denPalazzo dei Priori mit seiner außergewöhnlichen Außentreppe, in dessen Räumen die Nationalgalerie Umbriens untergebracht ist. Weiterhin sind der Tempio di San Michele Arcangelozu nennen, eine Rundkirche aus dem 5.–6. Jahrhundert, die Kirchen San Domenico aus dem 17. Jahrhundert und San Pietro aus der Zeit um 1600 und der unterirdische Stadtteil unter der Rocca Paolina, der nach der Unterwerfung Perugias durch den Papst Paul III. 1540 unter der Rocca verschüttet wurde. Berühmtester Sohn der Stadt ist der Maler Pietro Vannucci, genannt Perugino, im Collegio del Cambio sind Fresken von ihm zu sehen. Im Zentrum der Altstadt liegt der Corso Vannucci mit seinen Geschäften und Cafés.

Palazzo dei Priori

Etruskischer Bogen

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