Palmaria

Palmaria ist eine italienische Insel am westlichen Ende des Golfes von La Spezia.

Geographie:

Die Insel liegt vor der ligurischen Gemeinde Porto Venere, von der sie durch eine Meeresenge (Le Bocche) getrennt wird. Palmaria bildet mit den Inseln Tino und Tinetto einenArchipel, dessen Territorium zu der Gemeinde Porto Venere gehört. Seit 1997 zählt Palmaria zusammen mit den beiden Inseln Tino und Tinetto sowie mit Porto Venere und den Cinque Terre zum UNESCO-Welterbe.

Klima:

Auf der Insel herrscht ein typisches Mittelmeerklima. Temperaturabweichungen sind selten und von gemäßigtem Ausmaß. Im Winter kommt es äußerst selten zu größeren Kälteeinbrüchen oder zu Frost. Im Sommer hingegen werden die erhöhten Temperaturen von einer steten Meeresbrise erträglich gemacht. Die Niederschlagskurve entspricht der, der Riviera di Levante mit Spitzen im Frühling und Herbst.

 

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11°C12°C15°C19°C23°C26°C29°C28°C25°C21°C16°C13°C
5°C5°C7°C10°C14°C17°C20°C19°C17°C13°C9°C6°C

Sonnenstunden:

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3 h5 h6 h6 h8 h9 h10 h9 h7 h5 h3 h3 h

Inseln:

Mit 6,5 Quadratkilometern Oberfläche ist Palmaria die größte der drei Inseln im Golf von La Spezia und dem gesamten Ligurischen Meer. Die beiden Inseln Tino und Tinetto liegen wenige hundert Meter südlich von Palmaria und bilden mit ihr eine nahezu lineare Inselkette.

Die Insel selbst hat die Form eines Dreiecks. Die beiden Seiten, die in Richtung Porto Venere und in Richtung des Golfs von La Spezia liegen, sind die am meisten von menschlichem Einfluss gezeichneten. Sie fallen mit leichtem Gefälle zum Meer ab und sind von der typischen mediterranen Vegetation bedeckt. Die westliche Seite, welche gegen das offene Meer gerichtet ist, hingegen ist durch hohe Klippen gekennzeichnet, die wiederum von zahlreichen Grotten durchzogen sind. An den beiden kolonisierten Inselseiten finden sich einige private Wohnungen, eine Trattoria und diverse Badeanstalten. Letztere sind teils öffentlicher Art, teils auch für Angehörige der Italienischen Marine und der Italienischen Luftstreitkräfte reserviert.

An der weniger zugänglichen westlichen Seite der Insel befinden sich die Grotta Azzurra (nur per Boot erreichbar) und die Grotta dei Colombi, die nur mit geeigneter Kletterausrüstung zu erreichen ist. Die Grotta dei Colombi ist von größerer historischer Bedeutung, da in ihr Skelette von Tieren aus dem Pleistozän, zum Beispiel von Gämsenund der Schneeeulen, aber auch Überreste menschlicher Gräber gefunden wurden. Letztere sollen über 5000 Jahre alt sein.

Auf der Insel befinden sich zahlreiche historische Bauten. Auf dem höchsten Punkt von Palmaria stehen das Forte Umberto I und das Forte Cavour, welche jedoch aufgrund ihrer Lage in militärischem Sperrgebiet nicht zugänglich sind. Bei Punta Scuola steht ein Gefängnisbau aus dem 19. Jahrhundert, der kürzlich restauriert und in ein Museum umgebaut wurde. Verteilt über die gesamte Territorium befinden sich verschiedene Bunker aus demZweiten Weltkrieg und von der Vegetation überwucherte Überreste von Küsten- und Flugabwehrgeschützen. In der Nähe der beiden Forts steht ein Leuchtturm.

Erwähnenswert ist zudem der alte Steinbruch im südlichen Abschnitt der Insel. Hier wurde in der Vergangenheit schwarzer Kalkstein, der Nero Portoro, abgebaut. Zu sehen sind heute noch ein alter Kran, ein Flaschenzugsystem zum Transport der Steinblöcke und die Ruinen der Arbeiterunterkünfte.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b1/Isola_Palmaria.jpg

 

 

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/47/Isola_Palmaria_ft_Portovenere.JPG/640px-Isola_Palmaria_ft_Portovenere.JPG