Orvieto

Die Wurzeln der Stadt reichen weit in etruskische Zeit zurück. Wei damals thront die Stadt noch heute auf einem 200 Meter hohen Block aus Tuffstein über dem Paglia-Tal. In rund 3000 Jahren Besiedlung entstand in der Tiefe des Berges durch Menschenhand ein Labyrinth von großen und kleinen Höhlen, die durch enge Treppen und Gängen miteinander verbunden sind. Die ersten, die sich in den Berg gruben, waren die Etrusker.  Orvieto ist eine Stadt mit 21.048 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) im Südwesten Umbriens in der Provinz Terni in Italien.

Geographie: 

Die gesamte Altstadt ist auf einem Felsplateau aus Tuffgestein errichtet. Dieser Stadtfelsen ist von einem Labyrinth von Kellern, Gängen und riesigen Zisternen durchzogen, von dem ein kleiner Teil wieder für die Besichtigung erschlossen wurde. Zahlreiche in Straßenzeilen angeordnete etruskische Gräber finden sich direkt unterhalb des Stadtfelsens, und auf den Hängen gegenüber der Stadt gab es Grabstätten mit Ausmalung. 

Klima:

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2°C2°C5°C8°C11°C15°C17°C17°C15°C10°C7°C3°C

Geschichte:

Es wird vermutet, dass Orvieto (Urbs Vetus = alte Stadt) der mittelalterliche Name und Standort der etruskischen Stadt Velzna(römisch Volsinii) ist, einer der zwölf Bundeshauptstädte des etruskischen Reiches. Dies ist jedoch nicht gesichert. Velzna wurde nach einem Sklavenaufstand 264 v. Chr. durch Marcus Fulvius Flaccus erobert. Die Römer zwangen die Überlebenden, sich in einer weniger zu befestigenden Lage in Volsinii Novi am Bolsenasee anzusiedeln, dem heutigen Bolsena. Orvieto war zeitweise Residenz der Päpste des Mittelalters. Clemens VII. musste hierher 1527 fliehen, nachdem Rom zerstört worden war. Im Zweiten Weltkrieg befand sich bei Orvieto ein Militärflugplatz, auf dem der Ingenieur Pier Luigi Nervi einen für die damalige Zeit außergewöhnlichen Hangar baute, der jedoch im Krieg zerstört wurde.

Sehenswürdigkeiten:

Orvietos Dom gilt als eines der schönsten gotischen Gotteshäuser in Italien. An ihm wurde rund 500 Jahre lang gebaut, bis zum Ende des 17. Jahrhunderts.

Kirchen:

  • Der Dom von Orvieto ist die Kathedrale des Bistum Orvieto-Todi.
  • Chiesa di San Giovenale (1004)
  • Chiesa di Sant’Andrea, errichtet über den Ruinen eines heidnischen Tempels und einer frühchristlichen Kirche
  • Chiesa di San Domenico mit dem Mausoleum des Kardinals Guillaume de Bray(e) von Arnolfo di Cambio
  • Chiesa di San Ludovico
  • Chiesa di San Francesco, XIII. Jh.
  • Abbazia di San Severo e Martirio, romanisches Kloster

Pozzo di San Patrizio:

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der von Antonio da Sangallo d. J. von 1527 bis 1537 gebaute Brunnen Pozzo di San Patrizio (Tiefe 58,5 m, Durchmesser 4,7 m). Papst Clemens VII. war wegen der Belagerung Roms durch die Truppen Karls V. nach Orvieto geflüchtet und wollte sich hier vor den Konsequenzen einer weiteren Belagerung schützen, indem er die Versorgung der Stadt mit Wasser sicherstellen wollte. Sangallo entwarf einen raffinierten Plan: Die Wege vom und zum Brunnen bestehen aus zwei ineinander gedrehten Spiraltreppen. Durch diese Form einer Doppelhelix kreuzen sich die Wege nie, sodass die Esel mit ihren Wasserlasten, ohne sich zu begegnen, hinab- und wieder hinaufsteigen konnten. Schon kurz nach seiner Fertigstellung 1537 ist dieser Brunnen als besonderes Bauwerk gewertet und von zahlreichen Architekten besucht worden. Der Name des Bauwerks geht zurück auf eine Legende, wonach Christus dem Hl. Patrick eine Höhle oder Grube gezeigt haben soll, die einen Zugang zum Fegefeuer bietet und somit Zweifler von der Existenz der Höllenqualen überzeugen konnte.

Dom von Orvieto

Innenraum des Domes

Pozzo di San Patrizio

Piazza Repubblica

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