Natur von San Marino

Das Land wird fälschlicherweise oft als Stadtstaat angesehen, entspricht jedoch nicht den Merkmalen eines solchen Staates.

Geographie:

Die Republik San Marino befindet sich auf der Ostabdachung der etruskischen Apenninen. Das zentrale Gebiet des Landes wird ungefähr in Nord-Süd-Richtung fast komplett vom steil nach Osten abfallenden, etwa sieben Kilometer langen Kalksteinrücken des Monte Titano durchzogen, der mit einer Höhe von 739 Metern die höchste Erhebung der Republik ist. Der tiefste Punkt ist der Torrente Ausa mit 55 Metern. San Marino liegt bei 43°56’ Nord und 12°27’ Ost. Das Staatsgebiet hat annähernd die Form eines unregelmäßigen Fünfecks und ist überwiegend hügelig. Es ist 61,19 Quadratkilometer groß. Die Grenze zu Italien ist 39 Kilometer lang. Zwei größere Flüsse entspringen im Staatsgebiet: die Ausa und der Fiumicello. Des Weiteren durchfließen die Flüsse San Marino und Marano das Land, welches an die beiden italienischen Regionen Emilia-Romagna im Nordosten und Marken im Südwesten grenzt. Auf dem Titano befindet sich die Hauptstadt San Marino.

Klima:

In San Marino herrscht mediterranes Klima, das durch die Höhenlage etwas kühler ausgeprägt ist als an der nahe gelegenen Küste. Im Sommer liegen die Temperaturen zwischen 20 °C und 32 °C, im Winter zwischen -2 °C und 10 °C. In warmen Sommern klettert das Thermometer auch mal auf 35 °C. Im Winter sinkt die Temperatur gelegentlich unter -5 °C. Dann kann es auf dem Monte Titano schneien. Der Regen fällt gleichmäßig über das Jahr verteilt, insgesamt etwa 550 Millimeter pro Jahr.

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7°C9°C14°C17°C23°C28°C30°C30°C25°C20°C13°C8°C
1°C2°C6°C9°C14°C18°C20°C20°C16°C12°C7°C3°C

Pflanzenwelt und Vegetation:

Steilhänge des Monte Titan und Hügellandschaften:

Die steilen Abhänge des Monte Titano sowie die hügelige Landschaft um das Bergmassiv sind relativ dicht bewaldet und tragen die typische Mittelmeervegetation. Sie umfasst sommergrünen Laubwald mit Ahorn und Ulmen sowie immergrüne Gehölze mit Steineichen und Kiefern; im immergrünen Buschwald, der Macchie, wachsen Lorbeer-, Myrten-, Lavendelsträucher sowie Erdbeer- und Olivenbäume.

Tierwelt:

Zur Tierwelt des Landes gehören in erster Linie Arten, die als Kulturfolger des Menschen gelten und als solche auch in der näheren Umgebung von menschlichen Siedlungen anzutreffen sind.

Fauna:

Dazu zählen Füchse, Hasen, Igel und Marder. Andere Arten wie zum Beispiel Reh und Wiesel bevorzugen als Lebensraum die deckungsreicheren Waldgebiete. Die Vogelfauna ist artenreich ausgeprägt. Falken brüten in Felsnischen oder auf hohen Bäumen, an Singvögeln sind unter anderem Nachtigall, Pirol, Stieglitz, Girlitz und Hänfling vertreten.


 

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