Montepulciano

Montepulciano ist eine Kleinstadt mit 14.290 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der italienischen Region Toskana und gehört zur Provinz Siena.

Geographie:

Montepulciano liegt ca. 45 km südöstlich der Provinzhauptstadt Siena und ca. 86 km südöstlich der Regionalhauptstadt Florenz zwischen der Val di Chiana und der Val d’Orcia. Lage und Bau der Stadt sind außerordentlich reizvoll und pittoresk. Die Stadt liegt auf der Kuppe eines rund 600 m hohen Hügels und ist von einer mittelalterlichen Stadtmauer umgeben.

Ortsteile und Nachbargemeinden:

Zu seinen Ortsteilen gehören Abbadia, Acquaviva, Gracciano, Montepulciano Stazione, Valiano und Sant’Albino.

Die Nachbargemeinden sind Castiglione del Lago (PG), Chianciano Terme, Chiusi,Cortona (AR), Pienza und Torrita di Siena.

Klima:

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3°C3°C5°C8°C12°C15°C18°C18°C15°C10°C6°C2°C

Geschichte:

 

Die Geschichte Montepulcianos lässt sich bis ins Jahr 715 v. Chr. zurückverfolgen, also bis mitten in die Etruskerzeit. Der Ort unterlag bis 1202 dem Schutz Sienas, erklärte sich dann für Florenz und wechselte anschließend noch mehrfach die Herrschaft, bis er Anfang des 16. Jahrhunderts endgültig florentinisch wurde. 1561 wurde die Stadt Bischofssitz.

Montepulciano ist der Geburtsort des Humanisten und Poeten Angelo Ambrogini(1454–1494), der als Poliziano bekannt wurde und als Hauslehrer und Freund vonLorenzo il Magnifico den Zeitgeist der Renaissance mitprägte. Ein weiterer Sohn der Stadt ist Kardinal Bellarmino (1542–1621).

Im Zweiten Weltkrieg hatte die deutsche Wehrmacht als Vergeltung vonPartisanenangriffen bereits die Zerstörung der historischen Altstadt angeordnet. Dies konnte vom Grafen Origo und seiner Frau, der Schriftstellerin Iris Origo(„Toskanisches Tagebuch“), in letzter Minute verhindert werden. Gesprengt wurde lediglich das Osttor „Porta al Prato“.

Sehenswürdigkeiten:

 

Die meisten der Gebäude der Altstadt stammen aus der Zeit der Renaissance. Älter sind dieBurg, der Palazzo Pubblico aus dem 14. Jahrhundert und das Portal der Kirche Santa Maria(13. Jahrhundert). Es gibt eine Reihe von schönen Privathäusern, von denen einige vonAntonio da Sangallo dem Älteren (1455–1534) und Baldassare Peruzzi (1481–1536), andere von Vignola (1507–1573) erbaut wurden.

Die Kirche Madonna di San Biagio – wahrscheinlich das Meisterwerk Sangallos – wurde 1518–1537 gebaut. Die Kathedrale von Bartolomeo Ammanati (1570), verändert von Ippolito Scalza, und vollendet 1680 (mit Ausnahme der Fassade, die immer noch unvollendet ist) beherbergt einen großen Altar von Taddeo di Bartolo von Siena, und die Fragmente eines imposanten Monuments, das 1427–1436 von dem Florentiner Architekten Michelozzo zu Ehren von Bartolommeo Aragazzi, dem Sekretär Papst Martins V., errichtet wurde, und das im 18. Jahrhundert abgerissen wurde. Die Fassade von Sant’Agostino ist wahrscheinlich ebenso Michelozzos Werk.

Sehenswert ist auch das aufwendig restaurierte Museo comunale mit der Gemäldesammlung Crociani. Unten im Val di Chiana befindet sich am Lago di Montepulciano ein Naturkundemuseum, das an die Jahrhunderte erinnert, in denen das Tal ein riesiger See und Sumpf war.

 


 

Montepulciano,_Tuscany

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/ff/Montepulciano%2C_Tuscany.jpg/Florian Hirzinger