Montefeltro

Die historische Landschaft Montefeltro im tosko-emilianischen Apennin gehört heute zu den Regionen Emilia-Romagna, Toskana und Marken. Sie grenzt direkt an die Republik San Marino. Der Name setzt sich aus „mons feretri(us)“ zusammen, den antiken Namen des Berges auf dem sich die Stadt und Festung San Leo befindet. Hautporte des Montefeltro sind San Leo und Penabilli sowie die Verwaltungssitze Carpegna und Novafeltria. Die höchste Erhebung der Landschaft ist der Monte Carpegna (1415 m).

Festung von San Leo im Winter (© Pixabay License / Ermi_Jack)


Geographie:

Blick von San Marino auf das Montefeltro (© Pixabay License / Schwoaze)

Das Montefeltro liegt im tosko-emilianischen Apennin und bildet eine Hügellandschaft mit hoher historischer Bedeutsamkeit. Die Landschaft besteht aus mehr oder weniger stark bewaldeten Hügeln und Bergen.

Verwaltungsgliederung:

Das Montefeltro bedeckt den Großteil des Berglandes der Provinz Pesaro-Urbino (Marken) und den südwestlichen Teil der Provinz Rimini (Emilia-Romagna). Hinzukommend liegen zwei Stadtgebiet in der Region: Arezzo (Toskana) und San Marino. Die wichtigste Stadt des Montefeltro ist Novafeltria.


Klima:

Das Montefeltro erstreckt sich auf 250 bis 500 m über den Meeresspiegel und weist daher ein kontinental geprägtes Klima auf, wobei der Einfluss des Adriatischen Meeres recht stark ist. Das Hügelland weist ein submediterranes Klima mit kühlen Wintern und sehr warmen bis heißen Sommern auf. Die Kontinentalität zeichnet sich durch die frostigen Nachttemperaturen im Winter und den hohen Temperaturschwankungen auf. Die Niederschläge sind vor allem im Teil der Provinz Rimini deutlich geringer, als in der Po-Ebene.

Novafeltria (Rimini):


Geschichte:

Festung San Leo (© Pixabay License / GiancarloGattelli)

Im Mittelalter spalteten sich die Grafen von Carpegna in verschiedene Familienstämme auf: Carpegna, Malatesta und da Montefeltro. Seither gehören die Orte des Montefeltro überwiegend zu wechselnden Herrschaften unter anderem zum Fürstentum Carpegna, dem Herrschaftsgebiet der Malatesta, dem Herzogtum Urbino und anderen kleineren Territorialherren, bis die Marken ingesamt wieder in den Kirchenstaat integriert wurden. Zahlreiche Kastelle, Burgen und Festungen zeugen von den territorialen Konflikten des Mittelalters.


San Marino (© Pixabay License / Glavo)