Misch- und Auwälder der Po-Ebene

Die Mischwälder der Po-Ebene bilden eine Ökoregion und ein Biom. Diese Ökoregion stellt eine pflanzlich eine Besonderheit dar, da in der Po-Ebene die Vegetation der Subtropen, der gemäßigten Breiten und des mediterranen Südens aufeinander treffen. Die Ökoregion reicht von gemäßigten Laubwäldern bis zu Mischwäldern der gemäßigten Breiten, über die Feucht- und Bergwälder des nördlichen Italiens, des südlichen Ticinos (Schweiz) und der Alpen.


Geographie:

Lage und Eingrenzung des Gebiets:

Die Laub- und Mischwälder des Po-Beckens bilden eine Ökoregion der Paläarktis. Demnach gehören die Wälder zum Biom der Laubwälder und Mischwälder der gemäßigten Breiten. Das Gebiet gehört wird zudem von der WWF verwaltet. Die italienischen Regionen Piemont, Lombardei, Venetien, Emilia-Romagna, Trentino-Südtirol und Friaul-Julisch-Venetien haben Anteil an diesem Vegetationsgebiet.

Relief des Ökogebiets:

Das Relief der Ökoregion ist flach und erreicht eine maximale Abhebung von 200 m über dem Meeresspiegel. Im Norden wird die Ökoregion von den Moränenhügeln und Alpen begrenzt. Der Süden grenzt an die Apennin. Im Osten geht die Region in die Adria über und erreicht hier ihren Höhepunkt, da das Po-Delta zu den artenreichsten und ökologisch wertvollsten Gebieten dieser Ökoregion zählt. Wichtig ist der Schutz dieser Wälder daher, da der Großteil der Po-Ebene aus landwirtschaftlich genutzten Flächen besteht und viele Städte in der Po-Ebene geschaffen worden sind, darunter Turin und Mailand. Die Wälder wurden in Laufe der Zeit auf 10% ihrer ursprünglichen Fläche abgeholzt und zerstört.

Landschaft:

Auch die Auwälder wurden weitgehend zerstört. Die Besonderheit dieser Wälder ist, dass es im Frühjahr zu einer periodischen Überschwemmung kommt, diese setzt auch während des Herbstregens ein. Die Wälder bestehen meist aus Eschen, Weiden, Schwarzerlen, Ulmen und Pappeln. In den Auwälder findet man auch Moore, Sümpfe und Schwemmebenen vor. Sandbänke am Flussbett werden periodisch überflutet und verändern sich stetig.


Natur: 

Flora:

Zu den wertvollsten Bereichen der biologischen Vielfalt Zählren die Süsswasser-Ökosysteme. In diesem Bereich wachsen Orchideen, Feuchtgräser, Sumpffarne und Naturreis. Die Region Lombardei hat versucht ursprüngliche Wälder zu erhalten. Die Gebiete bei Travacò Siccomario, Cremona, Casalmaggiore, Gerre de Caprioli und Bigarello sind einige dieser geschützten Regionen. Dort wachsen vor allem Robinien. Auf den Wasserflächen des Pos, der Nebenflüsse und der Seen wachsen Lotuspflanzen. Vor allem sind diese in den Seen um Mantua anzutreffen.

Vegetationsregionen:

  • Eichenmischwälder und Hainbuchenwälder
  • Auwälder mit Schwemmebenen der Po-Ebene

Fauna:

Das Po-Becken ist ein wichtiger Brutplatz für viele Vogelarten. Diese brüten in den Feuchtländern des Flusslaufes des Pos. Zu den bekanntesten Vogelarten Zählren der Graureiher, Purpurreiher, Silberreiher, Seidenreiher, Rallenreiher, Kuhreiher, die Rohrdommel, Zwerdommel, Zwergscharbe und die Moorente.

Umweltprobleme:

Aufgrund der starken Industrialisierung und der langen Geschichte der Menschen in diesem Gebiet, wurden Feuchtländer weitgehend verdrängt. Diese Zerstörung hatte Auswirkungen auf die Natur und schließlich auch auf die Brutvögel. Die Jagd lies den Bestand zusätzlich schrumpfen.


Schutzgebiet der Ökoregion:

Emilia-Romagna:

  • Parco fluviale regionale del Taro
  • Parco fluviale regionale dello Stirone
  • Parco naturale regionale dei Boschi di Carrega
  • Parco regionale del Delta del Po
  • Parco regionale della Vena del Gesso Romagnola
  • Parco regionale dell’Abbazia di Monteveglio
  • Parco regionale storico di Monte Sole
  • Parco fluviale del Panaro

Lombardei:

  • Parco naturale dell’Alto Garda Bresciano
  • Parco naturale del Campo dei Fiori
  • Parco della Pineta di Appiano Gentile e Tradate
  • Parco naturale della Valle del Lambro
  • Parco naturale del Bosco delle Querce
  • Parco naturale Lombardo della Valle del Ticino
  • Parco naturale dell’Adda Nord
  • Parco naturale dei Colli di Bergamo
  • Parco naturale Nord – MilanoParco dell’Adda Sud
  • Parco delle Groane
  • Parco agricolo Sud Milano
  • Parco regionale del Mincio
  • Parco dell’Oglio Nord
  • Parco dell’Oglio Sud
  • Parco del Serio

Piemont:

  • Parco naturale dei Laghi di Avigliana
  • Parco naturale dei Lagoni di Mercurago
  • Parco naturale del Bosco delle Sorti della Partecipanza di Trino
  • Parco naturale della Collina di Superga
  • Parco naturale della Valle del Ticino
  • Parco naturale delle Capanne di Marcarolo
  • Parco naturale delle Lame del Sesia
  • Parco naturale di Rocchetta Tanaro
  • Parco naturale di Stupinigi
  • Parco naturale di interesse provinciale del Lago di Candia
  • Parco regionale La Mandria

Veneto:

  • Parco naturale regionale del Fiume Sile
  • Parco regionale dei Colli Euganei
  • Parco regionale del Delta del Po
  • Parco regionale di interesse locale Civiltà delle Rogge