Lago di Garda

Der Gardasee ist eine einzigartige landschaftliche Insel: eine Mittelmeerecke in der wilden Majestät der Alpen eingebettet. Er wurde von geologischen und geschichtlichen Ereignissen geprägt. Natur und Geschichte hat Carlo Cattaneo verflochten, als er im Jahre 1844 diese Paradiesecke beschrieb: “Grosses Erstaunen würde derjenige empfinden, der vom Gipfel des Monte Baldos hinunterklettert, wo er die schönsten unter den Alpenblumen und -kräutern gepflückt hatte, wenn er schon zwischen den Felsen von Limone die feurigen Oleanderbüsche erkenne könnte; und im anmutigen Kessel von Bogliaco würde er, gleichsam den unermesslichen Säulengängen von Presepolis oder Memphis, die wunderlichen Agrumenhaine bewundern. Er könnte auch zwischen den Steinen des anmutigen Strandses  von Solodiano die reizvolle Blume der Kaperpflanze erblicken, hinter der sich ein von Zedern- und Agrumenbäumen unterbrochener Lorbeerbaumwald erstreckt, dessen glänzenden Blätter sich mit den grauen, feierlichen Tönungen der Olivenhaine abwechseln und die die Klare Luft mit balsamischen Düften erfüllen. “ Wo das Eingreifen des Menschen die Natur respektiert hat, kann die Schönheit der Landschaft schwer übertroffen werden; sie das “grüne Sirmio”, das “gleich einer Blume unter den Halbinseln, in den glänzenden See hineinlächelt…”

 


Inhaltsverzeichnis:

  1. Geographie
    1. Lage
    2. Flüsse
    3. Thermalquellen
    4. Gebirge und Hügellandschaften
    5. Inseln
  2. Klima
    1. Klimatabellen
      1. Lufttemperatur
        1. Nördlicher Gardasee
        2. Südlicher Gardasee
    2. Wassertemperatur
    3. Sonnenstunden
    4. Regentage
  3. Nordufer 
  4. Südufer
  5. Ursprung-Entstehung des Gardasees 
  6. Flora
  7. Fauna
  8. Geschichte 
  9. Städte
    1. Entfernungen rund um den Gardasee
  10. Weine
  11. Traumstraßen am Gardasee 
    1. Gardesana Orientale
      1. Orte
    2. Gardesana Occidentale
      1. Orte
      2. Orte abseits des Sees
  12. Sonnenuntergänge 

Geographie:

Der Gardasee befindet sich 65 m über den Meeresspiegel; von Riva bis Peschiera ist er 51,6 km lang; die maximale Breite beträgt 17,2 km; der Umfang ist 115 km lang; seine Oberfläche beträgt 389,98 km²; die höchste Tiefe (zwischen Muslone und Castelletto di Brenzone) beträgt 346 m; die Durchschnittstiefe ist 135 m. Nach den neuesten Messungen ist der Gardasee der sauberste Bergsee in den Alpen.

Lage:

Verwaltungsmässig gehört der Gardasee drei Ländern von Italien an (Lombardei, Venetien und Trentino) und drei Bezirken (Brescia, Verona und Trient). Die Seegemeinde sind in einer einzigen Gemeinde vereinigt (Gemeinde des Gardasees).

Flüsse:

Der wichtigste Zufluss ist der Sarca, der aus Peschiera ausfliessend, Minicio genannt wird. Im Norden des Sees in der Nähe von Torbole strömt ein Kanal ein, der während der Überschwemmungsperiode das Wasser der Etsch im Gardasee überfliessen lässt. Der See wird auch von einer Anzahl von Wildbächen und von unterirdischen Quellen gespeist.

Thermalquellen:

Unter diesen muss die Bojola-Quelle erwähnt werden, die in der Nähe von Sirmione hervorspringt. Wie schon berichtet, handelt ers sich um Mineralwasser vulkanischer Herkunft das aus dem Felsen in 19 m Tiefe mit einer Temperatur von 69,9 °C hervorspringt. Die heilenden Eigenschaften dieses Wassers sind schon seit dem 16. Jahrhundert bekannt.

Gebirge und Hügellandschaften:

Der Gardasee wird im Osten vom Monte Baldo, der den See mit dem Etschtal trennt, und im Westen von Monte Pizzocolo und einer felsigen Bergkette, die ihm dem Anschein eines Fjordes verleiht, in dem sich eine große Anzahl suggestiver Buchten aneinanderreihen, im Süden von einer Möranenkette, die sich von Saló bis zu den Hängen des Monter Baldo hinzieht, umrahmt.

Inseln:

Etwa 200 m vom Vorgebirge von S. Felice im Valtenesi, befindet sich die Gardaseeinsel, die größte der Inseln, die die Küsten des Gardasees schmücken. Sie ist 110 m lang und durchschnittlich 65 m breit.


Klima:

Von Oktober bis Februar sind es am Gardasee ungefähr 5-15 Grad. Danach wird es wärmer und von Juni bis August sind mit Temperaturen bis zum 36 Grad die Höchsttemperaturen erreicht. Doch auch der September ist mit bis zu 28 Grad noch sehr warm. Daher sind die Sommermonate auch die besten um zum Gardasse zu reisen. Auch das Wasser ist zu dieser Zeit mit Temperaturen von 17-27 Grad sehr angenehm.

Winde:

Charakteristisch sind auch die Winde am Gadasee: der Cover oder Suer (in Riva di Trento Balí genannt) bläst von Bocca di Riva und verliert sich in Richtung S. Virgilio. Der Ander ist oft ein starker Wind, der von Westen nach Osten bläst: er bringt schönes Wetter, wenn er nach Mittag anfängt und nach Sonnenuntergang aufhört, schlechtes Wetter aber, wen er Vormittags weiter bläst; falls er Vormittags bläst, kann mit einer Änderung des Wetters gerechnet werden. Der Avreser (Balestro) bläst aus allen Richtungen und bringt Wolken und wechselndes Wetter mit sich. Die Abendwinde heissen Montesé, d.h. Bergwinde. Von Westen kommt der Ora, ein regelmässiger Wind, der für die Schifffahrt günstig ist. Der Réfol ist ein Frühlingswind, der plötzlich aber kurz bläst (er el moresa, d.h. er liebelt).Von Mantuna her kommt im Winter der Gadesana, Grancher oder Luganot: er bring Nebel oder wechselndes Wetter mit sich. Von der Schlucht von Vorbano  (oberhalb von Saló) kommt der kalte Bovaren.

Klimatabelle:

Lufttemperatur:

Nördlicher Gardasee:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
6°C9°C15°C18°C22°C26°C29°C27°C24°C18°C12°C8°C
0°C1°C5°C8°C12°C15°C17°C17°C14°C10°C6°C2°C

Südlicher Gardasee:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
6°C10°C15°C20°C22°C26°C30°C28°C25°C19°C13°C8°C
0°C1°C5°C9°C12°C15°C18°C17°C15°C10°C6°C2°C

Wassertemperatur:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
8°C8°C9°C10°C13°C18°C22°C23°C20°C16°C12°C10°C

Sonnenstunden:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
3 h5 h6 h6 h8 h9 h10 h9 h7 h5 h3 h3 h

Regentage pro Monat:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
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Nordufer:

Der Norden des Sees gleicht auf den ersten Blick einem schmalen Fjord – wären da nicht die Olivenbäume und Palmen am Seeufer. Eingekeilt zwischen steil aufragenden Berghängen, weht hier ein konstanter Wind, der Segler, Surfer und Kitesurfer aus ganz Europa an den See lockt. Dementsprechend trifft man hier viele junge Leute mit Lust auf Aktivurlaub. Das östliche Seeufer wird vom Bergrücken des Monte Baldo überragt. Eine einzigartige Alpenflora hat dem 2200 m hohen Bergrücken den Beinamen „Garten Europas“ eingebracht. Monte Baldo und der Naturpark der Brescianer Alpen auf der gegenüberliegenden Seeseite, sowie die sich nördlich anschließenden Gipfel des Garda Trentino gelten als ausgesprochene Wander- und Outdoor-Paradiese. Es gibt fantastische Möglichkeiten zum Klettern, Mountainbiken, Paragliding, Canyoning und zu vielem mehr. Die frische Bergluft zieht aber auch ältere Urlauber an. Im Sommer sind die Temperaturen hier etwas angenehmer als am südlichen Gardasee, es lassen sich herrliche Bergwanderungen unternehmen und Orte wie Malcesine oder Limone sul Garda haben einen ganz eigenen mediterranen Reiz, der Lust macht, einfach in aller Ruhe mal ein Gläschen Wein zu trinken.


 

Südufer:

Der südliche Gardasee steht in lieblichem Kontrast zur Schroffheit der nahen Berggipfel. Sanfte Hügel mit grünen Weinbergen und Olivenhainen blicken auf ein breites Seeufer mit leicht zugänglichen Badestränden. Sogar das Wasser ist hier wärmer als im Norden. In dieser Gegend befinden sich herrschaftliche Villen, umgeben von Zypressen, Bougainvillea, Oleander und Palmen. Versteckt in den Hügeln liegen traditionsreiche Weingüter; die Reste römischer Villen zeugen von einer genussvollen Lebenskultur, die dieses Seeufer seit eh und je geprägt hat. Wahrzeichen dieser Kultur ist die Halbinsel von Sirmione, die wie ein schmaler Steg bis weit in den See hineinragt. In der gesamten Region befinden sich traumhafte Golfplätze und tolle Möglichkeiten für Radtouren und Pferdeausritte. Orte wie Desenzano und Bardolino bieten gute Gelegenheiten für’s Shopping und unzählige Bars laden zum Ausspannen ein. Zwischen Peschiera und Lazise liegt mit Gardaland und Canevaworld die beliebteste Freizeitparklandschaft Italiens und Anziehungspunkt für viel Familien, die gerne das große Campingplatz- und Ferienappartementangebot der Region nutzen. Das Südufer ist sowohl per Bahn, als auch mit dem Auto hervorragend an die umliegenden Städte angeschlossen, darunter Verona, Brescia, Mantua und Venedig.


 

Der Ursprung:

Über den Ursprung des Gardasees hat Antonio Stoppani eine sugestive Hypothese aufgestellt: ein Meeresflora aus dem Pliozän. Die moderne Wissenschaften sind sich aber über die “Synklinale des Gardasees” (konkave Ausdehnung, die sich im Miozän gebildet hat) und über die Ausgrabung seitens der Gletscher in der Quartärperiode einig. Im Neogen geschah das “Schicksal des Gardasees”: der charakteristische Kontrast zwischen den beiden Ufern: die malerischen Umrisse der Hänge einerseits und das schroffe Aussehen der Felsen anderseits. Obwohl sich schon einige Teile des Gardasees geformt hatten, so muss man bis zum Ende des Pliozäns warten, um den Gardasee im heutigen Aussehen vorzufinden. Erst die vier Eiszeiten des Quartärs vermochten es, durch die wiederholte Ausgrabungsstätigkeit ihrer Gletscher, die zerbrechlichen Felsen der  ”Synklinale des Gardasee” abzutransportieren. Durch die periodische Vor- und Rückwärtsbewegung des Gletscher sind die Moränenhügel entstanden, die im Süden das Becken des Gardasees abschliessen, gleich einem aus vielfachen Kreisen zusammengesetzten Feston. Dieses interessante geologische Kapitel des Gardasees wird von den Wissenschaftlern noch durchforscht. Man hat auch vermutet, dass eine fünfte Eiszeit – Donau – (etwa vor 700 000 Jahren) hier eine Rolle gespielt habe. In diesen zeitlichen Dimension ist es nicht einfach den Sinn tiefgehender Veränderungen zu begreifen: hauptsächlich die klimatischen Begebenheiten haben zwischen den verschiedene Eiszeiten die pflanzliche Entwicklung und später die Vermehrung der Fauna und die Urbarmachung seitens des Menschen ermöglicht. Mann kann also die durch die Eiszeiten bedingte Entwicklung folgendermassen zusammenfassen: archaische, in kalten Gebieten gedeihenden Nadelgewächse im Donau: Zunahme der archaischen Nadel- und Blattgewächse mit dem Ende der Donauperiode: das Klima ist nicht mehr so hart, aber immer noch frische; Nadelgewächse während der Grüneiszeit; im sandigen Ton Erscheinung von Eichen, Kastanien und Weissbuchen; während der Grünz-Mindel Zwischeneiszeit langsames Verschwinden archaischen Waldes mit Vorherrschaft der Eichen und Weissbuchen; Nadelwald während der Mindeleiszeit; es entsteht der älteste unter den Gletschern, die die Moränenlandschaft gebildet haben; im unteren Paläolitikum erscheinen die ältesten menschlichen Werkstätte während der Mindel-Riss-Zwischeneiszeit; Bildung des höheren Moränenkreises, der die südliche Wasserscheide des ganzen Amphitheaters darstellt und die wichtigsten Moore während der Risseiszeit einschliess; während der Riss-Würm Eiszeit subatlantisches feucht-gemässigtes Klima, welches die Bildung eines Bergwaldes mit Nadelgewächsen (Abies, Picea, Pinius) und Laubgewächsen (Quercus, Ulms, Tilia, Carpinus) erleichtert hat; es erscheinen auch unter den Nadelgewächsen die Eibe und unter den Laubgewächsen die Buchse, die pontische Alpenroseun der archaischen Kastanienbaum; für die Fauna haben wir das Erscheinen des Elphas troglonterii  intermedius; währdend der letzten Würmeiszeit subarktische Tundravegetation. Das Pleistozän mit den Eiszeiten und auch für den Gardasee fängt das Olozän an, welches durch zwei Ereignisse geprägt wurde: kalte feucht-eiszeitliche Perioden und warm-trockene Zwischenzeiten, wodurch abwechselnd Berg- und Alpenwälder sich bis in die Ebene und gemässigte warme Wälder bis in die Voralpentäler hineindrängen; Verminderung der gemässigten warmen Gewächse und Zunahme der Laubwälder (demgemäss auch Abwechslung in der Fauna). Die geobiologische Landschaft des Gardasees wurde durch die darauffolgenden Ereignisse im Olozän geprägt.


 

Flora:

Die Vegetation rund um den Gardasee entspricht den des Mittelmeers, aber man findet auch Pflanzenarten aus Mexiko, Kalifornien, vom Schwarzen Meer und von Kaspischen Meer.


Fauna:

Die Tierwelt des Gardasees wurde fast vollkommen durch das Verschwinden der letzten Hochwälder vernichtet. Man findet manchmal Hirsche, Wölfe und Wildschweine und unzählige Vogelarten leben im Ufergegend oder in den Wäldern und Grassteppen. Viele Fischarten schwimmen in den größten See Italiens, darunter der Wels, Aal, Karpfen und die Gardaseeforelle, aber auch Schlangen, Eidechsen und Frösche leben in diesen Lebensraum im Wasser und am Wasser.


 

Geschichte:

Der Gardasee ist schon seit der Bronzezeit bekannt. Die Römer badeten im warmen Wasser des Gardasees und in den Grotten von Catull. Später bauten die Scaliger ihre prächtigen Burgen rund um den Gardasee. In Lazise ist die Festung zum Schutz gegen die Hunnen gebaut worden. In 16./17. Jahrhundert war der Gardasee ein kultureller Anhaltspunkt für Goethe und andere Dichter und Schriftsteller. Heute ist der Gardasee ein beliebtes Touristengebiet wo die Deutschen sehr gerne in den Urlaub fahren.

  • Die Schlacht am Lacus Benacus (lateinisch für Gardasee) wurde im November des Jahres 268 an den Ufern des Gardasees in Norditalien zwischen Alamannen und Römern unter Kaiser Claudius Gothicus ausgetragen.
  • Die Schlacht von Rivoli, die im Ersten Koalitionskrieg im Januar 1797 in der Nähe der italienischen Stadt Rivoli (südöstlich von Garda) stattfand, war ein Schlüsselerfolg der französischen Armee unter Napoleon Bonaparte im Italienfeldzug über ein zahlenmäßig überlegenes habsburgisches Heer unter Feldmarschall Alvinczy.
  • Die Schlacht von Solferino war die Entscheidungsschlacht im Sardinischen Krieg zwischen dem Kaisertum Österreich und demKönigreich Sardinien und dessen Verbündetem Frankreich unter Napoléon III. Durch die Niederlage der Österreicher bei Solferino am 24. Juni 1859 wurde der Krieg von Sardinien gewonnen und der Weg zur Einigung Italiens eröffnet. Die Grausamkeit der Schlacht und die Hilflosigkeit der verwundeten Soldaten veranlassten Henry Dunant (1828–1910) zur Gründung des Roten Kreuzes und führten zur Vereinbarung der Genfer Konvention von 1864.
  • Die Nordspitze des Gardasees (mit Riva del Garda) gehörte bis 1918 zu Österreich-Ungarn. Der See wurde in dieser Zeit auch „Gartsee“ genannt.
  • Auf Forderung der deutschen Regierung wurde unter Mussolinis Führung in Norditalien die Marionettenregierung der faschistischenItalienischen Sozialrepublik (Repubblica Sociale Italiana, auch: Republik von Salò) als Gegenregierung installiert. Der Staat bestand zwischen dem 23. September 1943 und dem 25. April 1945.

 

Städte:

Region: Südtirol/Trentino
Region: Veneto
Region: Lombardei
Riva del Garda
Arco
Nago-Torbole
Malcesine
Brenzone
Torri del Benaco
Garda
Bardolino
Lazise
Castelnuovo del Garda
Peschiera del Garda
Sirmione
Desenzano del Garda
Lonato del Garda
Padenghe sul Garda
Moniga del Garda
Manerba del Garda
San Felice del Benaco
Salò
Gardone Riviera
Toscolano-Maderno
Gargnano
Tignale
Tremosine
Limone sul Garda
Provinz Trentino Provinz VeronaProvinz Brescia

Entfernungen rund um den Gardasee:

Eine Fahrt mit dem Auto rund um den Gardasee ist etwa 150 km lang (ohne eventuelle Abstecher ins Umland). Wegen starken Verkehrsaufkommens auf den Straßen um den Gardasee sind die Wochenenden in der Zeit von Mitte Juni bis Ende August möglichst zu vermeiden.

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Sirmione
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11010095908565504535155Saló
105959085806045403010Gardone Riviera
958580757050353020Gargnano
7565605550301510Limone
6555504540205Riva
605045403515Torbole
4535302520Malcesine
2515105Torri
20105Garda
155Bardolino
10Lazise
Peschiera

 

Weine:

Fruchtig leicht, gehaltvoll oder trocken würzig – rund um den Gardasee gedeihen Trauben für die unterschiedlichsten Weine – hier eine Übersicht der bekanntesten Anbaugebiete und ihrer Weinsorten.

  •  Weinanbaugebiet Bardolino
  • Weinanbaugebiet Lugana
  • Weinanbaugebiet Valtènesi
  • Weinanbaugebiet Valpolicella
  • Weinanbaugebiet Marzemino
  • Weinanbaugebiet „Terra dei Forti“

 

Traumstraßen des Lago di Garda:

Malerische Strassen gehen an allen Küsten entlang (besonders charakteristische ist die Gardesana occidentale – die westliche Gardaseestrasse), während andere sich gegen das Innere verzweigen und so dem Touristen die Möglichkeit geben, bezaubernde Ortschaften zu erreichen.

Gardesana Orientale:

Die Gardesana Orientale verläuft von Torbole bis Peschiera del Garda. Von dort aus kann man die Sonnenuntergänge am Lago di Garda bestaunen. Die östliche Uferstraße beginnt im Norden in Arco und erreicht bei Torbole den See. Darauf hin erreicht man Malcesine und Torri del Banco. Weiter südlich erreicht die Gardesana schließlich den Hauptort Garda, der dem See den Namen gab sowie Bardolino, Heimat des gleichnamigen Rotweins. Der südöstliche Teil des Ufers, der von der Punta San Vigilio über Lazise bis Sirmione weit ausschwingt, ist ganz besonders sonnenreich. Die ehemalige italienische Staatsstraße SS 249 Gardesana Orientale ist als Teil der Gardesanaeine 1926 fertiggestellte, verhältnismäßig breite und freie Uferstraße auf der Ostseite desGardasees, die im Süden bei Peschiera den See verlässt und weiter bis nach Susano (GemeindeCastel d’Ario) führt. Seit 1998 ist die ProvinzTrento, seit 2001 sind auch die RegionenVenetien und Lombardei für die Verwaltung der auf ihrem Gebiet liegenden Teilstücke der ehemaligen Staatsstraße zuständig. In Venetien wird die Straße nunmehr als SR 249 (SR =strada regionale) bezeichnet, in der Lombardei als SP 249 (SP = strada provinciale).

Orte:

  • Torbole sul Garda: Die östliche Uferstraße beginnt im Norden in Arco und erreicht bei Torbole den See. Östlich davon liegt, getrennt durch den Monte Brione, das aufgrund der periodischen Winde, des Paesano (Bergwind) und der Ora (Südwind), zum Surferparadies avancierte Torbole. Der Ort hat ein sehenswertes historisches Zentrum sowie eine der schönsten Uferpromenaden des Gardasees.
  • Malcesine: Auf dem ersten Stück wird die Straße geprägt von aus Gesteinsplatten gebildeten Hängen, dann vom einheitlich zum See hin abfallenden Massiv des Monte Baldo. An dessen Fuß breitet sich Malcesine aus, das noch heute mit Goethes italienischer Reise in Verbindung gebracht wird. Der elegante Ort ist bekannt für sein malerisches Stadtbild mit dem alten Hafen sowie für die Scaliger-Burg und den Palazzo dei Capitani. Ab hier bieten sich prachtvolle Ausblicke hinüber zur Westseite mit den Steilabstürzen der Berggruppen des Tremalzo, Caplone und Pizzòcolo. Noch umfassender zu den Alpen hin ist der Blick vom nördlichsten Gipfel des Monte Baldo, dem 2079 m hohen Monte Altissimo di Nago. Die höchste der Spitzen ist mit 2218 m die Cima Valdritta. Von Malcesine führt eine Seilbahn bis auf die Höhe von Tratto Spino. Wegen der extrem vielfältigen Pflanzenwelt hat diese Bergregion den Beinamen „Hortus Europae“ erhalten.
  • Torri del Benaco : Ab dem am Anfang einer Landzunge liegenden Ort Torri del Benaco im Zentrum der „Riviera degli Olivi“ verbreitert sich der See nach Süden hin. Von hier aus nimmt man den See nach Norden als Gebirgssee und nach Süden als Gewässer der oberitalienischen Tiefebene wahr. Die Bedeutung Torri del Benacos reicht zurück bis in die Römerzeit. Das alte Castrum Turrium war eine Zeit lang Hauptort der Gardesana di terra e dell’acqua, der 18 Gemeinden des östlichen Gardasees. Die Römer bauten hier einst wehrhaft, und zur Zeit Berengars war ein Schloss errichtet worden. Heute steht noch das türmereiche Schloss des letzten Scaligers, Antonio della Scala, von 1383.
  • Garda: Die Bucht von Garda mit Resten der an einstige geschichtliche Höhepunkte erinnernden „Rocca di Garda“ ist einer der beliebtesten Plätze. Von der Seepromenade Gardas geht der Blick über die weite Wasserfläche des südlichen Gardasees, in den man die Halbinsel Sirmione weit hineinragen sieht.
  • Punta San Vigilio: Die „Baia delle Sirene“ (Bucht der Sirenen) nördlich der Punta San Vigilio hat einen der schönsten Strände des Gardasees. An der Südspitze der Halbinsel ließ Agostino di Brenzone, ein Patrizier aus Verona, 1540 ein Fischergasthaus zu einem Gästehaus umbauen, einen Garten anlegen und eine Villa errichten. Es wird manchmal behauptet, dass der sich herrlich in die Uferlandschaft einfügende Komplex dem Maler Arnold Böcklin Vorbild für sein Ende des 19. Jahrhunderts entstandenes Gemälde Die Toteninsel war. Allerdings konnte bisher nicht nachgewiesen werden, dass Böcklin an diesem Ort jemals gewesen ist oder ihn aus Beschreibungen kannte.Bardolino
  • Lazise
  • Peschiera del Garda

Gardesana Occidentale:

Die Gardesana Occidentale genannte italienischeStaatsstraße SS 45 bis erhielt ihren Namen durch den Teil, der von Salò bis Riva del Garda am Westufer desGardasees entlangführt und einen Teil der Gardesanabildet. Ursprünglich führte die SS 45 bis von Cremonanach Trento. Heute ist nur noch das Teilstück vonRezzato bis zur Grenze zwischen den RegionenLombardei und Trentino-Südtirol nördlich von Limoneitalienische Staatsstraße. Das Teilstück von Cremona bis Rezzato wird seit 2001 von der Region Lombardei verwaltet und dort nunmehr als SP 45 bis (SP = strada provinciale) bezeichnet. Für das Teilstück von Limone bis Trento ist nunmehr die Provinz Trient zuständig. Um auf der Westseite des Sees nach Süden zu gelangen, musste man bis ins 20. Jahrhundert aufs Schiff umsteigen. Erst die zwischen 1927 und 1932 erbaute Gardesana stellte eine Straßenverbindung zwischen Riva und dem südlichen Teil des Sees her. Für die ersten 28 km von Riva nach Gargnano mussten dazu 74 Tunnel in die Steilhänge, nur von den Einschnitten bei den Ortschaften Limone und Campione unterbrochen, gesprengt werden. Noch heute gilt die westliche Gardesana als Meisterwerk der Straßenbaukunst und als eine der Traumstraßen Europas. Ihre romantische Ursprünglichkeit muss inzwischen jedoch den heutigen Erfordernissen des Reiseverkehrs weichen. Erreicht man den Gardasee von Norden her, geht der Blick über Varone und Riva auf den zwischen steil abfallenden Felsen eingebetteten Gardasee, der bis zu 346 m tief ist. Schon kurz hinter Riva beginnt die lange Reihe von Tunnels der Westuferstraße. Nur an wenigen Stellen lassen die Steilfelsen einen Ufersaum frei, der Raum für Bewuchs oder für eine Parkbucht und damit für einen Blick auf den See bietet.


 

Orte:

Bekannte Orte, die an der Gardesana Occidentale liegen, sind:

  •  Riva del Garda
  •  Limone sul Garda
  •  Gargnano
  • Toscolano-Maderno
  • Gardone Riviera
  • Salò

Abseits des Sees:

  • Cremona
  • Arco
  • Trento

 

Sonnenuntergänge:

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