Grado

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Grado ist eine Küstenstadt mit ca. 8000 Einwohner der nordostitalienischen Region Friaul-Julisch-Venetien. Sie liegt an der Nordküste der Adria auf einer Küstendüne am äußersten Ende des Golfs von Venedig. Die Insel Grado wird auch Sonnen- oder Goldinsel genannt.

Geographie:

Die Insel Grad ist mit dem Festland im Norden durch eine 4 km lange Dammstraße und im Nordosten durch eine Straßenbrücke verbunden. Grado ist auch Namensgeber der umgebenden Lagune. Diese ist 12.000 ha groß und wird Laguna di Grado genannt.


Klima:

In Grado herrscht ein gemäßigtes Klima mit subtropischen Einflüssen der Adria und kontinentalen Einschlägen der Venezianischen Ebene. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei +13°C. Die Niederschläge sind gleichmäßig über das Jahr verteilt.

1961-1990:

Geschichte:

Vermutlich wurde Grado im 2. Jh. v. Chr. als Seehafen der Stadt Aquileia gegründet und trug den Namen Ad Aquas Gradatas. Zur Zeiten der Römer wurde Grado als Militärhafen und Handelsort genutzt. Ab dem 4. Jh. n. Chr. wurden die ersten christlichen Kirchen erbaut. Nach dem Angriff der Hunnen unter Führung Attilas 452 wurde Grado vorübergehender Sitz des Erzbischofs. Nach dem Zerfall des Römischen Reiches gehörte die Stadt zum byzantinischen Venedig. Zwischen 575 und 1131 residierten in der Stadt einige Patriarchen, bis das Patriarchat von Venedig gegründet wurde. Grado war über Jahrhunderte hinweg Opfer von vielen Überfallen durch Seeräubern und Nachbarstädten. Der in Grado residierende Comes oblag die Aufgabe, die Bestimmung, dass jeder Händler zuerst seine Waren in Venedig auf dem dortigen Marktplatz zum Verkauf anzubieten hatte, sobald er die Grenzen des Stapelbereiches überschritt. Die Herrschaft der Republik Venedig über Grado dauerte vom späten Mittelalter bis 1797. Danach kam die habsburgische Herrschaft und ab 1815 gehörte Grado zum Deutschen Bund.

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Sehenswürdigkeiten:

  • Frühmittelalterliche Basilika Sant’Eufemia
  • Kirche Santa Maria delle Grazie
  • Baptisterium San Giovanni Battista
  • Basilica della Corte, Ausgrabungen zweier frühchristlicher Kirchen an der Piazza Biagio Marin
  • Auditorium San Rocco, säkularisiertes Kirchengebäude aus dem 17. Jahrhundert, das in der Sommersaison als Galerie verwendet wird
  • Insel und Wallfahrtskirche Barbana
  • Madonnina del Mare, Statue in der Lagune nördlich des Hafens
  • Ville Bianchi, fünf von Leonhard Bianchi um 1900 errichtete Hotelbauten
  • Das Meeresmuseum Museo nazionale dell’archeologia subacquea dell’alto adriatico, für das die Stadt Grado 1992 das Grundstück der früheren Schule an der Strandpromenade für 99 Jahre zur Verfügung stellte, wartet noch immer auf seine Eröffnung (Stand 2019).
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