Gianicolo

Der Gianicolo (lateinisch: Ianiculum, auch Janiculum genannt) ist ein Hügel in Rom, der sich vom Stadtteil Trastevereentlang des rechten Tiberufers bis zur Vatikanstadt entlang streckt. Der nordwestliche Teil des Hügels ist im exterritorialen Besitz des Heiligen Stuhl, dort befindet sich unter anderem die Pontificia Universitas Urbaniana.

Geographie:

Der Hügel hat eine Höhe von 82 m s.l.m.. Im Untergrund befindet sich ein riesiger Busbahnhof, der auch eine direkte Verbindung zum Petersplatz hat. Er zählt – wie der Pincio – nicht zu den sieben eigentlichen Hügeln Roms.

Geschichte:

Das gesamte Gebiet blieb bis zur Zeit Kaiser Aurelians aus dem Pomerium, der idealen Grenze des heiligen Territoriums Roms ausgeschlossen. Unter Aurelian wurde das Stadtgebiet erweitert und unter anderem der Hügel einbezogen. Der Name geht auf den altrömischen Gott Janus zurück. Der Gianicolo war für die Kontrolle und die Verteidigung der Stadt unverzichtbar, so dass als Zeichen der Sicherheit eine Fahne gehisst wurde, wenn auf dem Marsfeld Volksversammlungen stattfanden. Hier wurden zudem wichtige Persönlichkeiten bestattet, wie z. B. der König Numa Pompilius und die Dichter Ennius und Caecilius Statius.

Der Hügel spielte erneut eine wichtige Rolle, als die französischen Truppen, die von Papst Pius IX. gegen die neugegründete Römische Republik zu Hilfe gerufen worden waren, am 29. April 1849 ihren Angriff unternahmen. Die von Giuseppe Garibaldi angeführten Freiwilligen wurden nach zweimonatigem hartem Kampf zur Aufgabe gezwungen. Das Triumvirat von Mazzini, Armellini und Saffi, das die Geschicke der kurzlebigen Republik geleitet hatte, musste ins Exil gehen. Im Jahr 1895 wurde ein großes Denkmal für Garibaldi auf dem höchsten Punkt des Hügels errichtet, flankiert von einer Vielzahl von Büsten weiterer Persönlichkeiten des italienischen Freiheitskampfes. Längs der Straße, die vom Gianicolo zum Vatikan führt, befindet sich zudem ein Denkmal für Garibaldis Frau Anita Garibaldi, reitend mit Pistole in der Hand und Kind auf dem Arm, die dort nach dem Willen Garibaldis bestattet worden war. Von nach Argentinien ausgewanderten Italienern wurde 1911 der Leuchtturm Faro del Gianicolo gestiftet, der von Manfredo Manfredi erbaut wurde und abends in den Nationalfarben grün, weiss und rot über die Stadt leuchtet.


Gianicolo_roma_di_notte

640px-20110327_Roma_-_Gianicolo_006

1024px-Pantheon_vom_Gianicolo

Roma_vista_dal_Gianicolo

Roma_2011_08_15_Castelli_Romani_dal_Gianicolo

1280px-Roma-vista10

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/cd/Gianicolo_roma_di_notte.jpg/Desmatron

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/c1/20110327_Roma_-_Gianicolo_006.jpg/640px-20110327_Roma_-_Gianicolo_006.jpg/Amaunet

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/bf/Pantheon_vom_Gianicolo.jpg/1024px-Pantheon_vom_Gianicolo.jpg/Christian Rosenbaum

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/bb/Roma_vista_dal_Gianicolo.jpg/William Domenichini

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/09/Roma_2011_08_15_Castelli_Romani_dal_Gianicolo.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/c7/Roma-vista10.jpg/1280px-Roma-vista10.jpg