Gepatschferner

Der Gepatschferner (italienisch Vedretta della Croda) ist nach der Pasterze der zweitgrößte Gletscher Österreichs. Der Name leitet sich vom romanischencompaccio ab, was so viel bedeutet wie „karges Feld“.

Geographie:

Der Gepatschferner liegt südlich oberhalb des Kaunertals in Tirol den Ötztaler Alpen, ca. 1500 Höhenmeter über dem Talschluss. Sein Nährgebiet wird eingegrenzt im Nordwesten von der 3526 Meter hohen Weißseespitze und im Südosten von den drei Hintereisspitzen (ca. 3450 m). Dazwischen verlaufen dieLangtauferer Eiswände, über die ein kleiner Teil des Gletschers nach Südwesten Richtung Langtauferer Tal ins italienische Südtirol hinüberreicht und in einem früher mächtigen, heute kleinen Eisbruch zum Langtauferer Fernerabfließt. Die kaum erkennbare Grenze zum Kesselwandferner im Osten ist das völlig von Eis bedeckte Kesselwandjoch, das eine sogenannte Eisscheidedarstellt. Zudem besteht eine Verbindung zum Weißseeferner: Zwischen der Weißseespitze und deren nordöstlichem Vorgipfel, dem Zahn, bricht das Plateau der Gepatschferners zum nordwestlich liegenden Weißseeferner ab. 

Größe:

Zusammen mit dem Kesselwandferner bildet der Gepatschferner mit 18 km² die größte zusammenhängende Gletscherfläche Österreichs. Der Hauptstrom des Gepatschferners bewegt sich zunächst auf etwa 6 km in nördlicher Richtung, dann auf 3 km in einer 90° Biegung nach Westen. Den Gletscherabfluss in ungefähr 2080 m Höhe bildet der Gepatschbach, der in einen Stausee, den Gepatschspeicher, mündet. Die maximale Mächtigkeit der Gletscherzunge betrug 1996 noch 250 m.

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