Gardasee-Urlaub Juni 2019

Vom 15.06 bis 23.06 unternahmen wir einen Trip an den Gardasee. Von Samstag bis Donnerstag waren wir in Lazise, während die restlichen Tage in Manerba del Garda verbracht wurden. In diesen Tagen gab es einige Highlights, beispielsweise die Stadt Valeggio Sul Mincio oder den Aufstieg auf die Rocca di Manerba. Im Folgenden beschreibe ich meine Eindrücke von den jeweiligen Städten und Landschaften. Der Höhepunkt des Urlaubes war das Opernfestspiel am 21.06.2019 in der Arena di Verona mit La Traviata.


Übersicht der Urlaubswoche:

15.06.2019: Ankunft Lazise: Camping Park Delle Rose

16.06.2019: Affi, Cavaion Veronese

17.06.2019: Baia delle Sirene – Punta San Vigilio

18.06.2019: Valeggio sul Mincio, Borghetto

19.06.2019: Baia delle Sirene – Punta San Vigilio

20.06.2019: Ankunft Manerba del Garda: R. Onda Blu, Salo

21.06.2019: Rocca di Manerba, Verona

22.06.2019: Salo

23.06.2019: Rocca di Manerba – Sasso


Wetter:

Grundsätzlich lagen die Temperaturen am Gardasee zwischen +25°C und +34°C. Das Wetter, war bis auf den 22.06, sonnig und heiß mit fast wolkenlosen Himmel. In der Nacht vom 21.06 auf 22.06 kam es zu einem heftigen Gewitter, dass am Westufer Hagelschauer und Platzregen versuchte, während es am Ostufer nur leicht regnete. Die Wassertemperaturen lagen bei +21°C.

Lazise-Mata:

Die Wetterstation liet oberhalb des Seeufers in den Moränenhügel, daher sind die Nachttemperaturen etwas niedriger, als beispielsweise in Desenzano, da dort die Station in Seenähe liegt.

Desenzano del Garda:

Verona:

Die Wetterstation liegt südlich des Stadtzentrums.


Cavaion Veronese:

Die kleine Gemeinde am südlichen Berghang des Monte Moscal gelegen, thront über die hügelige Landschaft des Gardaseesgebiet und der Terradeitfort. Das Dörfchen zeichnet sich durch einen romantischen und beschaulichen Dorfkern aus, der den Besucher einen einzigartigen und traumhaften Ausblick beschert. Auf dem Hügelhang thront die wuchtige Kirche der Gemeinde. Die orangene Fassade des Kirchenbaus ist weithin sichtbar. Der Gemeindeteil am Bergfuß ist hauptsächlich vom Verkehr geprägt, da der Ort unmittelbar in der Nähe von Affi liegt. Fährt man jedoch ins Zentrum, d. h. dem Monte Moscal hinauf, dann führt die Straße durch eine Allee aus Kastanienbäumen und eröffnet sich oben als Hauptplatz mit Aussichtsterrasse, der durch bunte Häuserfassaden umgeben ist. Ich selbst war begeistert vom Flair des Ortes. Abseits von den Touristenströmen des Gardasees, erhebt sich die Gemeinde wie eine Oase oder Insel über, das oftmals überlaufene, Unterland ab. Hier verspürt man ein uriges Italien, ein Italien, dass verschlafen und gleichzeitig leblos wirkt. Das Dorfleben ist quirlig und strahlt eine freundliche Wärme aus. Die umgebenden Hausfassaden tun ihr gleiches dazu und bestärken den italienischen Flair des Ortes. 


Affi:

Affi ist wohl der Knotenpunkt des Verkehrs, um an das Südufer des Gardasees zu gelangen. Der Ort liegt jenseits der Veronese Klause, dem Austritt der Etsch aus den Alpen und dem Lager-Tals. Hier beginnt der „richtige“ Süden und das „Italien“, was ein ein jeder Reisende erwartet. Affi liegt in der geschichtsträchtigen Landschaft der Terradeiforti und wird vom Monte Moscal überragt. Viele Touristen und Reisende kennen den Ort nur wegen seines riesigen Shopping-Centers, dem „GrandAffi“. Fast keiner weis, dass dieser Ort ein wahrer Geheimtipp ist und eine antike Altstadt aufweist. Sehenswert ist beispielsweise die Stadtkirche. Der Innenraum der Pfarrkirche ist goldig verziert.Das Glockengeläut ist mächtig und laut. Hinzukommend weist der Ort noch viele historische Villen und Parkanlagen auf. Seit dem Mittelalter wohnten hier wahre Persönlichkeiten, wie Dichter oder Ärzte. Die Verbindungsstraße von Affi nach Bardolino/Garda und Caprino Veronese, teilt den Ort in zwei Teilen auf. Links der Straße befindet sich das urige und wahre Affi, ein Ort mit schönen Villen und Hausfassaden. Ein ruhig wirkender Ort mit trächtiger Geschichte. Rechts der Verkehrsader liegt das „moderne Affi“, dass Affi, das meist jeder Durchfahrende kennt. Hier befinden sich riesige Shopping-Center und Einkaufsmöglichkeiten. 


Valeggio sul Mincio:

Diese Stadt liegt im „Totem Winkel“ des Gardassegebiets. Unter dem „Totem Winkel“ verstehe ich, die Regionen am Gardasee und Umland, die von den Touristenströmen nicht, oder nur wenig beachtet werden. Valeggio am Mincio gehört eindeutig zu diesen Städten, die ihre Aufmerksamkeit von den Touristen noch nicht erreicht hat. Dies lässt sich als Vorteil feststellen, da somit der wahre Flair des Städtchen erhalt blieb. Hier bestimmen die Einheimischen das Bild und es herrscht ein romantischer, sowie etwas verschlafender italienischer Flair. Die Stadt wird von einer wuchtigen und riesigen Burg überragt. Diese thront auf dem letzen Moränenhügel des Gardaseesgebiet, bevor das Gelände gen Süden in die Po-Ebene abfällt. Richtung Westen und Norden eröffnen sich die Hügellandschaften der Gardaseeregion. Gleich unterhalb des Hügels fliesst der Mincio entlang. Das Stadtbild wird von bunten Häuserfassaden und prächtigen Bauten geprägt, dazu zählen das Rathaus und der Dom der Stadt. Das Rathaus erstrahlt in einem kräftigen und hellorangen Ton und weist grüne Fensterläden auf. Der Dom ist von Aussen sehr schlicht gehalten, jedoch ist das Innere mit wahren Kunstwerken ausgestattet. Die Aussenfassade des Kirchenhauses besteht aus Naturgestein, ohne jeglichen Putz und Anstrichen. Die schwere und dunkle, aus Kupfer bestehende Eingangstür, weist Verzierungen auf. Die Fenster der Kirche sind bestehen aus bunten Bildern. Auch in diesem Städtchen findet man einige prächtige Villen vor. In der Altstadt besteht das Pflaster, zum Großteil aus hellen Marmorplatten. Valeggio sul Mincio liegt etwa 10 km südlich von Peschiera del Garda, im Mincio-Tal. Die Stadt liegt auf den letzten Hügeln vor dem weitem Tiefland des Pos. Der höchste Punkt der Stadt stellt der Burgberg da. Von dort oben hat man einen einzigartigen Ausblick auf die Ebene und den Hügellandschaften der Provinzen Verona und Mantua. Jenseits des Burgbergs liegt der Weiler Borghetto im Mincio-Tal. Dieses Dorf gehört zu den schönsten Ortschaften ganz Italiens und weist eine unvergleichliche Geschichte auf. 

Kircheninnenraum:

Impressionen:


Borghetto:

Diese kleine und malerische Dörflern mit Mühlen und Flussläufen, sowie Kanälen gehört der Stadt Valeggio sul Mincio an. Nicht umsonst wurde der Ort, als eines der schönsten Dorf Italiens gekürt. Der kleine Ort weist eine unvergleichliche Geschichte auf. Die Ponti Visconti war eigentlich als Staudamm gedacht. Die in Valeggio sul Mincio ansässigen Visconti, wollten die Stadt Mantua, Hauptsitz der Gonzaga, trocken legen in dem sie den Mincio aufstauen wollten. Jedoch wurde der Ort einige Jahrzehnte später von den Venezianer erobert. Der Staudamm hindert die Venezianer jedoch mit ihren Flotten zum Gardasee zu gelangen. Somit waren sie gezwungen ihre Schiffe über die Alpen bei Mori hinab nach Nago-Trobole zu transportieren. Heute ist der Ort verschlafen und ruhig mit romantischen Gassen. Der Mincio durchfliesst hier mehrer kleinere Wehren. Schwäne schwimmen auf dem Flusswasser und im Hintergrund erheben sich die Bastionstürme der Ponti Visconti. Ganz in den Gassen und Hauswänden versteckt, befinden sich kleine Mühlen. Borghetto liegt im Mincio-Tal. Neben den Gassen und der Brücke, weist der Ort auch stattliche Villen auf. Außerhalb des Dorfes befinden sich Zypressenalleen, Flusskanäle und riesige Weinfelder.


Lazise:

Das kleine Städtchen mit einer kleinen Altstadt, zwei sehenswerten Kirchen und einer trotzigen Burg, liegt am Südostufer des Gardasees. Die Skaligerburg ist bekannt für ihren roten Stein und der wuchtigen Stadtmauer. Das Kastell wurde gegen Ende des 9. Jahrhundert errichtet. Grund für den Bau war die Verteidigung gegen die Hunnen. Heute zählt die Burg zu den besterhaltenen Festungen am Gardasee. Insgesamt gibt es sechs Türme und einem mächtigen Hauptturm (mastio).Die kleine Kirche S. Nicolo weist romanische Fresken auf und wurde im 12. Jahrhundert erbaut. Die größere Kirche SS. Zeno e Martino wurde im 19. Jahrhundert in ihrer heutigen Form erbaut. Der Hauptplatz, die Piazza Vittorio Emanuele II. weist ein Schachbrettpflaster auf und versank im abendlichen Trubel der Touristen. Auch die Promenade war gut besucht.

Kastell:

Impressionen:

Kirchen: