Fivizzano

Fivizzano ist eine Gemeinde mit 7838 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016) in der Provinz Massa-Carrara in der Region Toskana in Italien.


Geographie:

Lage:

Die Gemeinde erstreckt sich über ca. 180 km². Sie liegt ca. 140 km nordwestlich der Regionalhauptstadt Florenz, ca. 35 km nordwestlich von Massa und 30 km nordwestlich von Carrara. Durch das Gemeindegebiet fließt der Aulella(12 von 34 km in Fivizzano). Weitere wichtige Gewässer im Ortsgebiet sind die TorrentiBardine (4 von 10 km), Lucido (mit seinen Nebenarmen Lucido di Equi und Lucido di Vinca), Mommio (13 von 13 km) und Rosaro (23 von 23 km).

Landschaft und Umgebung:

Fivizzano liegt auf 326 m ü. NN. an den südwestlichen Hängen des toskanisch-emilianischen Apennins in der Lunigiana. Der Ort befindet sich am linken Flussufer des Rosaro auf einem flachen Felspfeiler, der sich zwischen dem Monte Tergagliana und Monte Grosso. Die Lage bietet ein wunderschönes Panorama auf das Tal der östlichen Lunigiana. Hinter der Stadt erhebet sich der mächtige Gipfel des Gendarme, der weiße Felsen neben dem Monte La Nuda. Fivizzano weist aufgrund seiner weiten Ausdehnung viele Orte mit wunderbaren Aussichtspunkten auf. An der Chiesina della Reragliana an der Provinzstraße Fivizzano-Licciana Nardi weisst einen wunderschönen Blick auf die Apuanische Alpen auf.

Nachbargemeinden:

Die Nachbargemeinden sind Aulla, Carrara, Casola in Lunigiana, Collagna (RE), Comano, Fosdinovo, Licciana Nardi, Massa, Minucciano (LU) und Sillano Giuncugnano (LU).


Klima:


Geschichte:

Seit dem Mittelalter unterstand der Ort der Familie der Malaspina, bis er 1477 unter die Kontrolle von Florenz kam. Diese errichteten ein Jahr später die Stadtmauern, die 1540 erneuert wurden. Seit 1849 trägt der Ort den Titel Città nobile. 1920 wurde die Gemeinde von einem schweren Erdbeben erschüttert. 1944 kam es in sechs Ortsteilen (Sassalbo, Mommio, San Terenzo, Bardine di San Terenzo, Vinca und Tenerano) zu Massakern durch SS-Einheiten unter der Führung von Walter Reder an der Zivilbevölkerung, bei denen über 400 Einwohner ermordet wurden.


Sehenswürdigkeiten:

  • Chiesa dei Santi Jacopo e Antonio, 1377 errichtete Kirche im Ortskern, enthält das Werk Resurrezione di Lazzaro von Pietro Sorri.
  • Castello della Verrucola, kurz nordöstlich von Fivizzano gelegene Burg, die erstmals 1044 erwähnt wurde. Gehörte zunächst zu den Malaspina und dann zu den Bosi. In der Burg befindet sich die Kirche Chiesa di Santa Margherita (1148 erwähnt).
  • Castello dell’Aquila, Burg im Ortsteil Gragnola.
  • Pieve di San Paolo di Vendaso, erstmals 1148 erwähnte Pieve im Ortsteil Vendaso.
  • Chiesa di Santa Maria Assunta di Pognana, Kirche im Ortsteil Pognana, die bereits 1148 erwähnt wurde.