Feltre

Feltre (deutsch veraltet Felters) ist eine Stadt mit 20.649 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015) in der italienischen Provinz Belluno, Region Venetien.

Geographie:

Die Stadt liegt auf einer Höhe von 325 m s.l.m. an einem Nebenfluss des Piave an den Ausläufern der Dolomiten. Die Gemeinde umfasst eine Fläche von ca. 100 km², ihre Einwohnerdichte beträgt 203 Einwohner/km².

Die Stadt ist ein regionales Zentrum der Metallindustrie und Außensitz der vonCarlo Bo mitgegründeten privaten Universität IULM (Libera Università di Lingue e Comunicazione; Hauptsitz: Mailand). Die historische Oberstadt mit Häusern aus der Renaissance und sehenswerten Sgraffitoverzierungen liegt auf einem schmalen Bergrücken.

Nachbargemeinden:

Nachbargemeinden sind Cesiomaggiore, Fonzaso, Lentiai, Mezzano, Pedavena,Quero Vas, Seren del Grappa und Sovramonte.

Klima:

Das Klima ist gemäßigt geprägt. Die Winter sind kalt und die Sommer sehr warm.

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4°C6°C12°C16°C20°C24°C27°C26°C22°C16°C10°C5°C
-4°C-2°C2°C6°C10°C13°C15°C15°C12°C7°C2°C-2°C

 

Geschichte:

Der Name der Stadt stammt von den Etruskern, welche sie Felthuri oder Velhatre nannten. Zur Römerzeit war sie unter dem Namen Feltria bekannt, wie in der Historia Naturalis von Plinius beschrieben (III, 130). Sie lag an der Via Claudia Augusta, einer wichtigen Römerstraße von Aquileia nach Augsburg.

Im Jahre 1404 fällt Feltre, zusammen mit Belluno an die Republik Venedig. 1509 wird die Stadt von den Truppen Maximilian II. von Österreich auf seinem Feldzug gegen Venedig komplett zerstört.

Im Jahre 1797 wird die Stadt von Frankreich erobert und kommt nach dem Wiener Kongress zu Österreich-Ungarn. 1866 wird sie von Italien annektiert und gehört seit dem Ende des Ersten Weltkriegs offiziell zu Italien.

Während des Zweiten Weltkriegs kam es im Juli 1943 in Feltre zum letzten persönlichen Zusammentreffen von Hitler und Mussoliniauf italienischem Boden. Anlass war die zunehmende Bedrohung Süditaliens, insbesondere Siziliens, durch die Alliierten und der beginnende Rückzug der Wehrmacht an der Ostfront kurz nach der Niederlage bei Stalingrad. Die gegensätzlichen Ziele der Verbündeten brachten Mussolini in einen Interessenkonflikt, der mitentscheidend zu seiner Absetzung durch den Faschistischen Großrat und seiner Verhaftung am 25. Juli 1943 führte.

Sehenswürdigkeiten:

  • Der Dom San Pietro liegt außerhalb der Stadtmauern. Von dem 1510 durch Truppen Maximilian II. zerstörten Vorgängerbau sind noch die Krypta und der erhöhte Chor darüber erhalten. Der Chor besteht aus der Haupt- und zwei Nebenkapellen. In ihm befindet sich rechts das Grabmonument für Matteo Belatti (1525) von Tullio Lombardo. Zwei Altarbilder von Pietro Marescalchi Barmherzigkeit (1557) und Johannes der Täufer (1567) befinden sich im rechten Seitenschiff.

 

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