Ebene von Castelluccio

Auf einem 1450 m hohen Berg im umbrischen Teil des Apennin heben sich am Horizont die zackigen Konturen von Castelluccio ab. Etwas dahinter liegt das beeindruckende Massiv des Monte Vetter. In der Ferne sieht man die grünen Wälder und blauen Seen des Parco Nazionale del Monti Sibillini mit seinen steilen Abhängen und Kalksteinhöhlen. Jeden Augenblick kann eine Wanderfalke oder Steinadler vorbeifliegen und man kann sie im Augenschein nehmen, schließlich ist man dabei den Himmel zu erobern.

Landschaft:

Die hiesigen Bedingungen sind für jede Art des freien Flugs ideal. Die Ebene von Castelluccio ist von Bergen umgeben, sodass ein konstanter Wind weht und eine hervorragende Thermik für Aufstiege herrscht. Die wird durch drei großen Senken verstärkt, die ein früherer See in der Landschaft hinterließ, als er über die Jahrhunderte austrocknete.

In der Luft genießt man einen wunderbaren Blick über die Ebene, wo die Bäume im September in herbstlichem Rot, Gold und Braun zu leuchten beginnen. Auf der weiten Fläche entdeckt man Wanderer und Reiter. Rafter kehren von den Flüssen zurück, die man nicht sieht, weil sie in unterirdischen Karsthöheln verkauften. In der Hochebene leben ca. 4000 Schafe und weniger als 200 Menschen, die hier leben.

Klima:

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Dez.
-1°C0°C5°C10°C15°C20°C22°C21°C17°C11°C4°C0°C
-6°C-5°C-2°C2°C5°C8°C10°C10°C8°C5°C0°C-4°C

Castelluccio di Norcia:

Mitten in der Ebene liegt Castelluccio, dessen Stadtmauer nach einem alten Brauch mit weißen Graffiti bemalt ist. Die Aussicht vom Ort ist fast so schön wie aus der Luft, außerdem, kann man sich hier am Ende eines abwechslungsreiche Tages bei einem Glas Wein und einen delikates Essen genießen.

Für ein winziges Dorf auf einer weiten leeren Ebene ist Castelluccio sehr bekannt. Seinen internationalen Ruf verdankt es den vielfältigen Sportarten, die man hier ganzjährig ausüben kann. Es warten so viele aufregende Dinge darauf, ausprobiert zu werden.

Tourismus:

Seit 1976 hat in Castelluccio di Norcia eine mittlerweile in ganz Europa bekannte Schule für Gleitschirmfliegen und andere Formen des „freien Flugs“ ihren Sitz. Sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene sind hier willkommen und werden von erfahrenen Lehrern angeleitet. Es überrascht nicht, dass viele nordeuropäische Flugschulen ihre Schüler hierherschicken. Anfangs drehten sich die Kurse vor allem um das Drachenfliegen, damals die einzige Flugart, ei der man von einem Hügel aus starten konnte. Heute bevölkern Drachenflieger, Gleitschirmflieger mit Hilfsmotor den Himmel über Caelluccio und qualifizieren sich in Kursen als Lehrer.

 

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