Dreikircheneck

Im Norden Sardiniens befinden sich drei pisanische Kirchen unweit und südlich von Sassari inmitten einer von der Moderene überrollten und vom Verkehr umbrausten Landschaft. Die schönste unter ihnen ist die Santissima Trinità di Saccargia, die zugleich auch die größte der drei Kirchenbauten ist. Südlich von Sassari befinden isch gewaltige Klaksteinklippen. Die steilen und terrassenförmig abfallenden Hänge sind mit Olivenbäumen und Macchia bewachsen.


Kirchenbauten:

Santissima Trinità di Saccargia:

Diese Kirche steht allein auf weiter Flur im breiten Tal des Riu Murroni. Der Glockenturm ist schlank und hochaufragend mit dem unverwechselbaren Zebramuster der Ziegel, aus Kalk und Basalt. Die Kirche ist vielleicht die markanteste Kirche auf ganz Sardinien und ist im typischen pisanisch-toskanischen Stil erbaut. Direkt an der Kirche befindet sich eine ausgedehnte Klosteranlage, allerdings sind vom ehemaligen Kloster nur noch die Grundmauern und ein Arkadengang übrig. Die Fassade der Kirche ist beeindruckend. Die Vorhalle ist geometrisch reich verziert mit Bögen. Die Bögen sind mit bunten Majolikascheiben verziert, die Halle selbst weist drei große Bögen, schlanke Säulen und fein herausgearbeitete Kapitellen, mit Fabelwesen, am linken Eckpfeiler grasen Kühe. Jedoch sind die Kapitellen Kopien, die Originale stehen angenagt und zerfressen im Inneren der Kirche. Der Innenraum ist sehr schlicht gehalten, die Einrichtung fast völlig verloren gegangen, einfache und offene Holzbalkendecke, Höhepunkte mit Fresken und einer völlig ausgemalten Apsis.

San Michele di Salvenero:

Diese Kirche ist eine ehemalige Klosterkirche und verkehrsumtost. Der Grundriss ist der Saccargia ähnlich, allerdings weist dieser Kirchenbau keinen Turm auf. Die Kirche wurde restauriert. Der Innenraum ist sehr schlicht und völlig kahl.

Sant’Antonio di Salvenero:

Diese Kirche steht neben dem Elektrizitätswerk. Der Baukörper ist recht klein und man findet Anbauten aus verschiedenen Epochen vor. Die Fassade und Rückfront ist gestreift, aus weißem Kalk und rotem Trachyt. Der Innenraum ist verschlossen. Neben der Kirche befindet sich ein uralter Menhir, in den spätere Generationen ein christliches Kreuz gemeißelt haben.