Bologna

Bologna ist nicht nur Universitäts- und Hauptstadt der Emilia Romagna, sondern auch ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt am Fuß der Apenninen.


Geographie:

Bologna befindet sich in den südlichen Ausläufern der Po-Ebene am Übergang zum toskanisch-emilianischen Apennin. Die Stadt erstreckt sich zwischen der Mündung des Reno- und Savena-Tals. Die Stadt dehnt sich von der Ebene bis auf die Hügelländer des Vorapennin aus. Das Stadtzentrum liegt 54 m ü. NN., während der Stadtteil Corticella auf 29 m, und die Stadtteile des Colle della Guardia auf 280 m ü. NN. liegen. Der höchste Berg der Stadt ist der Monte Sabbiuno mit 390 m.


Klima:

Bologna weist ein feucht-gemäßigtes Klima mit sehr heißen und feuchten Sommern, sowie mäßig kalten Wintern auf. Die Wetterstation der Stadt ist die des Flughafen Borgo Panigale. Eine Wetterstation im Stadtzentrum zeichnete die Daten im Zeitraum zwischen 1961-1990 auf. Die Wetterstation am Flughafen zeichnet bis heute noch Wetterdaten auf. Im Messzeitraum zwischen 1971 und 2000 lagen die monatlichen Durchschnittstemperaturen zwischen -1,7°C (Januar) und +24,1°C (Juli). Diese Daten sind auf den Flughafen Borgo Panigale oder auch Guglielmo Marconi bezogen. Die absoluten Tiefsttemperaturen in Bologna liegen bei unter -15°C, der absolute Tiefstwert beträgt -18,8°C und wurde im Jahr 1966 registriert. Am 04. August 2017 wurde der absolute Höchstwert von +40,1°C erreicht. Längere und sehr heiße Sommer sind für die Stadt normal, in den Jahren 2003, 2006, 2012, 2015 und 2017 kam es zu sehr heißen Perioden mit Temperaturen von bis zu +40°C. Neben den Hitzewellen kam es auch zu langen Dürreperioden. Die durchschnittlichen Niederschlagsmengen variieren je nach Jahr zwischen 600 und 900 mm. Der Großteil des Regens konsentiert sich auf die Frühlings- und Herbstmonate. Im Winter kann es zu gelegentlichen Schneefällen kommen, die manchmal recht reichlich sind. Im Februar 1929 und 2012 wurde jeweils über einen Meter registriert. Der geringe Luftaustausch und die hohe Luftfeuchtigkeit trägt zur Bildung von Nebelfeldern bei. Hinzu kommt noch die hohe Luftverschmutzung in der Metropolregion Bologna. Gelegentlich kann es zu starken Böen aus Nordwest kommen, diese können Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h erreichen, gelegentlich auch 120 km/h.

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7°C10°C15°C20°C24°C28°C32°C31°C27°C20°C14°C7°C
0°C1°C5°C9°C14°C18°C20°C20°C15°C11°C6°C1°C

Geschichte: Die Stadt geht auf das etruskische Felsina zurück, aus dem die Römer ihr Bononia machten. Vom 13. bis 16. Jh. regierten die Bürger ihre Stadt selbst und verhalfen ihr damit zur schönsten Blütezeit: Stadtmauern, Türmen, Paläste und Kirchen wurden um die Wette gebaut und die Universität konnte sich frei entfalten. Schon im 13. Jh. gab es in Bologna an die 10.000 Studenten und sogar weibliche Professoren.

Sehenswürdigkeiten: Das Herz der Altstadt markieren die Plätze Piazza Maggiore  und Piazza del Nettuno. Schönstes Gebäude an der Piazza Maggiore ist der Palazzo del Comunale mit seinen Arkaden im Erdgeschoss aus dem 13. Jh. Interessant ist der prächtige Aufgang im Hof, den man auch zu Pferd bewältigen konnte. Das Innere wurde im 17. Jh. und im 18. Jh. kunstvoll ausgeschmückt. Der Saal Farnese etwa glänzt mit farbenfrohem Freskenschmuck. Die dem Schutzpatron von Bologna geweichte Kirche San Petronio wurde 1390 gotisch begonnen, doch blieben Querschiff und Chor mit Kapellenkranz bis heute unvollendet. Auch die Fassade erhielt nur im unteren Teil ihre eigentlich vorgesehene Marmorverkleidung. Das Kircheninnere enthält umfangreiche Kunstschätze. Der charakteristischste Platz der Stadt ist die Piazza di Porta Ravegnana mit den beiden schiefen Türmen, den Wahrzeichen Bolognas. Beide sind alte Geschlechtertürme. Der Torre degli Asinelli aus dem Jahr 1119 ist knapp 100 m hoch und bietet von seiner oberen Plattform einen schönen Überblick über die Stadt. Wichtigste Museen der Stadt sind das Museo Civico Archeologico und die Pinacoteca. Die Exponate des Archäologischen Museums reichen von der Bronze- bis zur Römerzeit, das Kunstmuseum gibt einem Überblick über die heimischen Maler vom 14. bis 18. Jh.

 

 

 

 

 

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