Klima der Basilicata

Die Basilikata weist ein sehr abwechslungsreiches Klima auf. Dieses wird durch den Längen- und Breitengrad bestimmt. In der Region bietet sich ein Bad im Meer von Frühling bis Herbst an und in der übrigen Zeit Wintersport. Diese Besonderheit unterscheidet die Basilicata – was das Klima betrifft – klar von den übrigen süditalienischen Regionen und ist ein wichtiger Faktor für die Dauer des Touristenzustroms. Die Basilikata ist in der Tat einer der wenigen, sicheren Anfahrtspunkte für die Wintersportler aus Rom und südlicher. Das Gebirge hat ein typisch kontinentales Klima, während die ionische und tyrrhenische Küste ein mediterranes Klima aufweisen. Das Verbindungsstück zwischen diesen beiden Klimazonen biete das Innere des Materano und insbesondere das Vulture-Gebiet. Die Erhebungen beeinflussen die Niederschlagsintensität: im Südwesten verzeichnet man jährliche Niederschlagsmengen um die 1400 mm, während zwischen den Becken der Flüsse Bradano und Basento unter 600 mm/Jahr erreicht werden. Das Hauptkennzeichen der Regenfälle ist jedoch ihre Unregelmäßigkeit, durch die die Flüsse schnelle heftige Hochwässer bekommen können, aber dann mit der gleichen Geschwindigkeit auch wieder austrocknen.


Klimazonen der Region:

Das Klima der Basilikata ist von Gebiet zu Gebiet unterschiedlich. Die Region liegt im Bergland zwischen zwei Küsten und weist daher diverse Klimazonen auf. Der Osten wird stark vom Adriatischen Meer beeinflusst, wobei der Apennin eine abschirmende Wirkung hat und daher das Klima kontinental und von der Höhenlage abhängig ist. An der Küste herrscht ein mediterranes Klima. In den Bergländern ist das Klima streng und kontinental. In Becken und Tälern findet man meist ein submediterranes Klima vor. Grundsätzlich jedoch ist das Klima in der Basilicata kontinental und weist nur an den Küstengebieten ein mediterranes Klima auf. Bereits nach wenigen Kilometern von der Küste entfernt ist das Klima deutlich strenger und feuchter.

  • Ionische Ebene des Metapontino: milde und regnerische Winter; sehr heiße und trockene Sommer; windiges Wetter vor allem im Herbst und Winter.
  • Ionische Küste: mediterranes Küstenklima; tiefere Wintertemperaturen und höhere Sommertemperaturen als an der Tyrrhenischen Küste.
  • Tyrrhenische Küste: mediterranes Küstenklima; höhere Wintertemperaturen und tiefere Sommertemperaturen als an der Ionischen Küste.
  • Collina materana: mediterranes bis submediterranes Klima mit kontinentalen Zügen. Ab 300 bis 400 m werden die Winter kalt und neblig. Schnee kann von November bis Ende März mehrmals im Jahr auftreten. Die Sommer sind trocken-heiß mit relativ hohen Tagestemperaturen.
  • Apennin: Winter sind sehr kalt, vor allem oberhalb von 1000 m, dort bleibt der Schnee bis zum Mitte des Frühjahrs liegen. In noch höheren Lagen schmilzt der Schnee erst Ende Mai. Die Sommer sind mäßig heiß, obwohl die Nachttemperaturen sehr kalt sein können.

Apennin:

Das Klima im Apennin ist kalt bis kühl. Die Winter sind sehr streng und kalt. Die Sommer sind kühl bis warm. Die Hauptstadt Potenza gehört mit zu den kältesten Städten Italiens. Die Schneemengen sind erheblich und bleiben mitunter bis Ende Mai liegen. Die Temperaturunterschiede sind sehr hoch.

Potenza (1961-1990):


Collina materana:

Das Klima in der Hügellandschaft der Materana ist von der Höhenlage abhängig. In den höheren Lagen herrschte in strenges Klima mit sehr kalten Wintern und kühlen bis warmen Sommern. In den unteren Lagen wird der mediterrane Charakter spürbar und die Sommer sind sehr heiß und trocken, während die Winter kalt bis kühl sind.

Alta Collina (600-1500 m): 

Die Winter sind sehr streng und kalt. Die Sommer sind kühl mit sehr großen Temperaturunterschiede. Die Niederschläge nehmen mit Anstieg der Höhenmeter zu. Im Schnitt fallen zwischen 600 bis 800 mm pro Jahr. Die kälteren Monate weisen viel Schnee auf. Die Stadt Tricarico weist trotz der Höhenlage auf 698 m, ein recht mildes und warmes Klima auf.

Media Collina (200-600 m): 

Das Klima der mittleren Höhenlage der Colina materana weisen sehr heiße und trockene Sommer sowie kalt bis kühle Winter auf. Die Wintermonate sind je nach Höhenlage von unterschiedlicher Strenge und Kälte geprägt. Die Temperaturunterschiede sind sehr hoch und liegen im Sommer bei 25°C (+40°C bis +15°C) und im Winter bei 20°C (+15°C bis -5°C). Die Niederschlagsmenge sind in einer Höhe zwischen 200 und 300 m sehr gering, während sie in einer Höhe von 500 bis 600 mm reichlicher wird.


Murge:

Die Basilika hat im Nordosten einen Anteil an der Hochebene der Murge. Die Sommer sind dort sehr heiß und trocken, die Winter können recht kalt werden und weisen strengen Charakter auf. Schnee ist möglich. Die Stadt Matera liegt in den höheren Lagen der Murge und weist dementsprechend ein kontinentales Mittelmeerklima auf.

Matera (1961-1990):


Piana di Metaponto (Metapontino):

Das Klima in der Ebene ist ein typisches Mittelmeerklima mit extrem heißen Sommern und regnerischen, aber milden Wintern. Die Niederschläge konzentrieren sich hauptsächlich in der Wintersaison. Ingesamt gesehen ist der Regen jedoch knapp. Der Jahresdurchschnitt an fallenden Niederschlag liegt bei 500 mm, auch wenn die Menge meist unter dieser Zahl liegt. Die Wintertemperaturen in den Ebenen liegen zwischen +3°C und +12°C, im Sommer steigen die Werte auf +19°C und +32°C an. Im Juli und August sind Temperaturen auch von über +37°C möglich. In den umliegenden Hügeln ist die Sommerhitze weniger ausgeprägt, jedoch sind dort die Winter strenger.

Bernalda (1961-1990):

Nova Siri (1961-1990):

Policoro (1961-1990):