Amiata

Der Monte Amiata ist ein Berg vulkanischen Ursprungs inItalien.

Geographie:

Der Berg, früher auch unter den Namen Mons Tunii, Mons Tuniatus und Mons Ad Meata bekannt, umfasst eine Gebiet von 933,66 km2 und liegt rund 47 Kilometer nordöstlich von Grosseto und 55 Kilometer südöstlich vonSiena, auf halbem Weg zwischen Florenz (100 Kilometer nördlich) und Rom (130 Kilometer südöstlich), und stellt mit 1738 m die höchste Erhebung der südlichen Toskana dar. Zweithöchste Erhebung im Berggebiet ist der Monte Labbro, die dritthöchste der Monte Civitella (1107 m), die beide zum Amiata gehören. Der Monte Civitella schließt die AnhöheMonte Penna (1086 m) mit ein, der Monte Buceto liegt in unmittelbarer Nähe. Das Amiatagebiet ist umgeben von demVal d’Orcia, Teilen des Chianatals, Teilen der Colline Metallifere und der oberen Maremma und bildet die Grenze zwischen den südtoskanischen Provinzen Grosseto und Siena.

Im Berggebiet entspringen die Flüsse bzw. Torrenti Ente, Fiora, Paglia und Vivo, wobei der Paglia nach Südosten fließt und in den Tiber gelangt, der Fiora direkt nach Südwesten dem Tyrrhenischen Meer zufließt und der Vivo über den Ente in nordwestlicher Richtung in den Orcia und dann über den Ombrone ins Tyrrhenische Meer gelangt (beide in unmittelbarer Nähe des Amiata).

Aktivität:

Aktiv war der Vulkan im Pleistozän, vor ca. 400.000 bis 200.000 Jahren. Der Amiata ist zwar seit 180.000 Jahren nicht mehr ausgebrochen, heiße Quellen und Geysire weisen jedoch noch immer auf seinen vulkanischen Ursprung hin. Diese werden entsprechend zur geothermalen Energiegewinnung genutzt, z. B. das geothermischeElektrizitätswerk in Piancastagnaio mit einer Kapazität von 140 MW.

Natur: 

Die Hänge sind größtenteils mit Kastanien, Buchen, Fichten (pigello) und Eichen dicht bewaldet. In der Tierwelt begegnet man neben anderen Arten auch Schlangenadler, Schmutzgeier, Lannerfalke und Wolf.

Tourismus:

Der Berg ist zum Skilaufen geeignet, oft liegt der Schnee bis ins Frühjahr. Die Wanderwege befinden sich hauptsächlich in der Waldzone, führen aber auch in die Nähe von Bergwerken aus dem 19. Jahrhundert und durch mittelalterliche Orte, die vor allem entlang der Via Cassia, hier identisch mit derFrankenstraße, entstanden: Abbadia San Salvatore, Piancastagnaio mit einer gut erhaltenen Festung. Andere Sehenswürdigkeiten sind die Naturschutzgebiete, darunter der des Monte Labbro, Pescinello, der Wald vonRocconi; die Kastanienwälder von Castel del Piano; der Skulpturenpark Il Giardino von Daniel Spoerri in Seggiano; Castell’Azzara mit der Renaissance-Villa La Sforzesca, oder die Ortsteile von Castiglione d’Orcia: die Termalbäder von Bagni San Filippo, die Festung von Rocca d’Orcia und die Monumente von Campiglia d’Orcia.

 
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