3. Tag Vatikan/Pantheon

Vatikan:

Piazza San Pietro: Der Petersplatz (Piazza San Pietro) wurde von Gian Lorenzo Berninizwischen 1656 und 1667 unter Papst Alexander VII. (1655–1667) vor demPetersdom in Rom angelegt. Der Petersplatz ist Teil des Territoriums der Vatikanstadt. Die Kolonnaden bilden die Staatsgrenze zwischen der Vatikanstadtund Italien. Die Kolonnaden bestehen aus 284 fünfzehn Meter hohen Säulen toskanischer Ordnung, die vierreihig angeordnet sind. Auf der Brüstung erheben sich 144 Heiligenstatuen in einer Größe von je 3,2 Meter.

Der Platz ist ellipsenförmig ausgebildet. Die größte Breite beträgt 240 Meter, die Tiefe 340 Meter. Der ganze Platz ist damit ca. 35.300 m² groß.

Im Petersplatz wurden die Sitzplätze für die österliche Papstaudienz hergerichtet und alles vorbereitet. Im Petersdom selbst hielt der Papst die Gründonnerstag-Messe. IMG_2378

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San Pietro in Vaticano:

Sankt Peter im Vatikan in Rom, im deutschen Sprachraum meist Petersdom genannt ( Basilika St. Peter; Petersbasilika, Vatikanische Basilika oder Templum Vaticanum) ist die größte der Papstbasiliken in Rom, nicht aber die Kathedrale des Bischofs von Rom, dies ist die Lateranbasilika.Der Petersdom ist das Zentrum des unabhängigen Staats der Vatikanstadt.

Der Petersdom fasst 20.000 Menschen und ist mit einer überbauten Fläche von 15.160 m² eines der größten Kirchengebäude der Welt. Die Innenfläche des 211,5 m langen und 132,5 m hohen Baus beträgt rund 15.160 m² und bietet rund 20.000 Menschen Platz, somit verfügt der Petersdom auch über einen der größten Innenräume der Welt. Das Langhaus hat eine Länge von 187 m und eine Breite von 27,50 m, das Querschiff ist 138 m breit. Die Bauzeit betrug rund 120 Jahre. Im Inneren des Domes, der neben einer Hauptkuppel auch acht kleinere Nebenkuppeln besitzt (zwei weniger als geplant), befinden sich etwa 800 Säulen und 390 Riesenstatuen aus Römischen Travertin aus Tivoli, Carrara-Marmor, Stuck und Bronze, sowie 45 Altäre. Die Proportionen des Innenraumes erwecken durch die überproportionierte Gestaltung der Statuen, Säulen, Bilder und Altäre den Eindruck der starken Verkleinerung beim Besucher und versetzen ihn dadurch quasi in die Rolle eines staunenden Kindes.
Da der Gründonnerstag schon zum Osterfest gehört, hielt der Papst eine Gründonnerstag-Messe die fast 3 Stunden dauerte. Leider machte die Kuppel und der Rest erst um 13:00 Uhr auf und die Messe war um 11:00 Uhr zu Ende, deshalb bestieg ich nicht die Kuppel um den traumhaften Blick zu genießen.

 

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IMG_2533 ______________________________________________________________________ Castel Sant′Angelo:

Grabmal für einen Kaiser, Festung, Kerker, Schatzkammer und Museum, die Engelsburg gehört zu den markantesten Wahrzeichen der Ewigen Stadt. Ursprünglich handelte es sich um ein Grabmonument, das Kaiser Hadrian in den letzten Jahren seiner Regierungszeit für sich und seine Nachfolger beginnen und das Kaiser Septimius Severus anno 193 vollenden ließ. Das Mausoleum hatte einem quadratischen Sockel mit 84 m langen Seitenlänge und 15 m Höhe, darauf einen Zylinder aus Travertin- und Tuffquadern mit einem Durchmesser von 64 m und einer höhe von 20 m. Auf dem Gesims standen vermutlich Statuen, auf dem höchsten Punkt eine Bronzequadriga mit Harding als Sonnengott. Im Innern führt die noch Heute begehbare Rampe hinauf zur Grabkammer, in der alle Kaiser bis zu Septimius Severus beigesetzt wurden. Dies war eine Attraktion auf den Weg vom Vatikan zum Pantheon, nur in stehen lohnt sich ein Blick auf die Festung. IMG_2460   IMG_2522

 

Piazza Navona:

Die weite Piazza Navona mit Berninis prachtvollem Vierströmebrunnen ist bis spät in die Nacht ein Besuchermagnet ersten Ranges, von Touristen und Römern gleich gern bevölkert. Die drei Brunnen auf dem Platz:

  • Fontana dei Fiumi
  • Mohrenbrunnen
  • Neptunsbrunnen

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Fontana dei Fiumi:

Aus einem großen Becken wachsen Felsen empor, die einen Obelisken tragen, umringt von Tieren und Pflanzen. Auf den vier Ecken sitzen die Personifikationen von Nil, Ganges, Donau und Rio de la Plata, der Ströme, die damals als die größten der vier bekannten Kontinente angesehen wurden. Sie sind jeweils mit der ihrem Erdteil zugehörigen Flora und Fauna versehen, dass der Nil sein Haupt verhüllt, sollte wohl ein Hinweis sein, dass man seine Quelle noch nicht kannte. Böse Zungen meinten, in Erinnerung an den heftigen, nicht immer edlen Wettstreit der beiden Stararchitekten Bernini und Borromini, der Nil können die Konstruktionsfehler der gegenüberliegenden Borrominikirche Sant′Agnese nicht ertragen. Deren Fassade existierte aber noch gar nicht, als die Brunnenfigur entstanden. IMG_2481

Pantheon:

Die architektonische Idee des Pantheons ist so einfach, dass es alle stürmischen Zeiten Roms überdauerte. Wer es ursprünglich erbauen ließ, steht über dem Eingang: Marcus Agrippa, Schwiegersohn des Kaisers Augustus. Agrippa wollte 27 v. Chr. den Tempel wohl den allerheiligsten (Pantheon) sieben Planetengöttern, daher das Firmament der Kuppe mit der Öffnung für die Sonne; vielleicht aber auch allen römischen Göttern weihen. Dieser Tempel brannte jedoch schon 80 n. Chr. ab. Den heutigen Bau ließ Kaiser Hadrian 120-125 n. Chr. errichten. Das Ziegelmauerwerk der damaligen Zeit weist auf die enorme technische Leistung der Römer hin. Es erlitt im Lauf der Jahrhunderte erhebliche Schäden und Plünderungen, wurde aber immer wieder restauriert. Papst Gregor III. ordnete an, dass die vergoldeten Bronzeziegel der Kuppel abgenommen wurden, Papst Urban VIII. verwendete den Bronzebeschlag der Vorhallendecke für den Altarbaldachin in San Pietro. Die ersten christlichen Kaiser verboten den Kult in dem heidnischen Tempel. Benutzt wurde das Pantheon wieder, als Papst Bonifatius IV. es am 1. November 609, daher das Fest Allerheiligen, der Madonna und allen Märtyrern weihte. Von der Piazza della Rotonda, von der aus das Pantheon eingeengt und die halbkreisförmige Kuppel nur flach gewölbt erschienen, betritt man die 33 m breite und 13,5 m hohe Vorhalle. Ihr auffallendes Merkmal sind 16 korinthische Säulen aus rosa und grauem Granit, 12,5 m hoch und zwei mächtige antike Bronzetüren. Die überwältigende Wirkung des Kuppelraums der Rotonda beruht auf der ausgewogenen Gliederung seiner mächtigen Ausmaße: Die Höhe von 43,2 m entspricht seien Durchmesser, wobei die Wände des Zylinders; auf dem die Kuppel ruht und der Radius der Halbkugel mit 21,6 m genau die Hälfte ausmachen. In die 6,2 m starken Ziegelmauern sind halbrunde und eckige Nischen eingelassen. Sein Licht erhält der Raum durch eine 9 m breite Öffnung in der Mitte der Kuppel. Die Harmonie des Raumes umfasst Himmel und Erde, wirkt zeitlos ehrend in seiner Vollkommenheit. Von der ausgezeichneten Akustik kann man sich beim Orgelspiel überzeugen. Heute ist das Pantheon die Grabeskirche der italienischen Könige:

  • Viktor Emanuele II. (ruht in der zweiten Nische rechts)
  • Umberto I. (ruht in der zweiten Nische links)
  • Raffael (hat hier auf eigenen Wunsch sein Grab unter der Madonna von Lorenzetto)

Weil sich hier die Königsgräber befinden, legen italienische Monarchisten Unterschriftenlisten für die Wiedereinführung der Italienischen Monarchie aus und halten Ehrenwache.

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